In der Oise an dem Etangs de L’Abbaye findet man das erste sportliche Angelzentrum für Karpfen und Zwergwelse. Dort, nur 40 Minuten von Paris entfernt, kann man ganz im Grünen und in aller Ruhe angeln. Bei den in den Abtei-Seen lebenden Fischen handelt es sich um ganz besonders große Karpfen. Fische mit einem Gewicht von 15 Kilo und mehr werden hier regelmäßig gefangen. Den  Rekord hält zurzeit ein dort geborener Flusskarpfen, bei dem es sich um einen wahren Prachtburschen von 28,5 Kilo handelt.

Morgens um 4.00 Uhr ist Abfahrt von Luxemburg zu den Abtei-Seen. Als wir 3,5 Stunden später vor Ort ankommen, gehen meine Frau und ich als erstes zum „Club House“, um das ganze Team zu begrüßen. Den Angelgästen stehen hier sanitäre Anlagen zur Verfügung, die wir gleich nutzen, um uns zu erfrischen. Danach noch schnell einen Kaffee und los geht es. Für gewöhnlich angele ich im Fuchssee, aber dieses Mal entscheide ich mich für den Reihersee.

Nach einigem Suchen finde ich eine geeignete Stelle, an der ich meine erste Angelrute platziere. Die beiden anderen Ruten platziere ich mit meinem „Anatec-Boot“  in 3 bis 4 Metern Tiefe. Ferngesteuerte Boote sind hier erlaubt, natürlich nur unter der Bedingung, dass dadurch die anderen Angler nicht gestört werden. Wenn alle Ruten gut platziert sind, ist es Zeit für ein „Englisches Frühstück“ im Club. Doch zuvor lege ich noch schnell mein Fischfutter in die einem zur Verfügung stehende Gefriertruhe.

Im Clubhaus kann man Billard spielen oder fernsehen. Auch ist hier das Aufladen von Handys, Bivvylampen und anderen technischen Geräten möglich. Wenn Ihr Informationen benötigt, dann wendet euch an Cedric (Spitznamen Titi), einem Mitarbeiter, er kennt die verschiedenen Seen und deren Besonderheiten genauestens.

In nur zwei Kilometern Entfernung findet ihr auch einen kleinen Supermarkt (Shopi), in dem man sich mit Proviant versorgen kann. Nach dem Frühstück gehen wir zurück zum Bivvy. Am ersten Tag und in der Nacht ertönt kein einziger Piepton und auch der folgende Tag fängt ruhig an. Gegen 16.00 Uhr war dann mein „Delkim“ erstmals zu hören. Nach einem längeren Kampf mit einem schönen Flusskarpfen von 15 Kilo schaffe ich es endlich ihn auf die Abhakmatte zu legen - die Nacht verspricht lang zu werden.

Ich habe nur Zeit einen Kaffee zu trinken, bis ich den Signalton meiner Bissanzeiger wieder höre. Damit wird eine richtige Welle ausgelöst - bei den insgesamt neun folgenden Runs sind unter anderem ein schöner Flusskarpfen von 19,5 Kilo und ein Karpfen von 15,5 Kilo dabei. Da war keine Zeit mehr für Langeweile. Nach dieser sehr unruhigen Nacht löst mich meine Frau am nächsten Morgen ab und auch sie fing schon nach kurzer Zeit einen Karpfen von 10 Kilo. Insgesamt fing sie vier Karpfen zwischen 10 und 14 Kilo - keine schlechte Art, den Tag zu beginnen.

In den nächsten Tagen melden sich die Bissanzeiger regelmäßig - ungefähr alle 3 bis 4 Stunden. Als unser Aufenthalt zu Ende geht hatten wir insgesamt 39 Runs und dabei 34 Karpfen gefangen. Es gab nur einmal eine Unterbrechung - nämlich  als ein heftiges Gewitter losbrach war ich gezwungen meine Angelruten einzuholen, aber das sind nun einmal die üblichen Spielregeln.

Hier ist jeder Aufenthalt ein Vergnügen und wir kommen schon seit vier Jahren immer wieder gern hierher. Ihr solltet auch einmal zu den Abtei-Seen kommen und dieses Vergnügen einmal selbst genießen.

 

Viel Vergnügen an den Abtei-Seen
Roland Dallanoce
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