Alles liegt perfekt doch nach einer erfolglosen Nacht holt man enttäuscht die Ruten ein und schlagartig wird einem klar warum nichts gebissen hat ... hoffnungslos vertüddelt und kein Köder mehr dran ... an der anderen Rute fehlte sogar das komplette Haar! Suuuper! Wahrscheinlich schon die halbe Nacht knapp am Zielfisch vorbei gefischt. Was muss ein Krabbensicheres Rig bieten?

Verwicklungsfreiheit (gerade bei harten Boilies kämpfen sie so lange mit dem Rig bis es hoffnungslos vertüddelt ist!)

Festes Haar (Auch sehr beliebt besonderst bei Wollhandkrabben.. warum mit anderen Teilen.. ich knips einfach das Haar ab und verdrück mich mit dem Boilie!)

Krabbensicherer Köder ( was bringt es wenn die ersten beiden punkte erfüllt werden aber morgens wieder kein Köder mehr am Haken hängt?)

es muss trotzdem funktionieren und auch fische fangen!

Erstmal.. jetzt kommt kein Wahnsinns Wunderrig! Viele werden sich denken ... "laaangweilig ... alter Hut!" Wichtig sind aber die Details!

Benötigtes Material:
1 - Zange oder Schere
2 - Feuerzeug
3 - dicke Mono oder Fluocarbonschnur (mind 50mm!!)
4 - Dicke Haken mit großem Öhr
5 - Wirbel
6 - weiches Vorfach
7 - Damenstrumpfhose aus dem Supermarkt

 

Aufbau Einstrumpfen
Ich lege meist einen Boilie meiner Wahl oder ein Pellet (geht eigentlich mit allem!) in die Strumpfhose, spanne das Material indem ich den Boilie drehe. Jetzt wird es knifflig! Jetzt nehme ich ein Stück des weichen Vorfachs und wickle es 2mal um die entstandene Einschnürung so nahe wie möglich am Boilie und knote es mit 2-3 Hausfrauenknoten zu.

Mit einer Schere oder der Zange den Boilie knapp abknipsen und den Strumpf mit dem Feuerzeug vorsichtig! anschmelzen dann hält es auf jeden Fall! (den Boilie köder ich übrigens immer so daß der angeschmolzenen Knubbel am Hakenschenkel ist)

 

Rig

Ich beginne indem ich eine große Schlaufe binde die etwas größer ist wie das eingestrumpfte Boilie. Wenn ich das Boilie aufziehe sollte der Knoten der Schlaufe nicht! in den Boilie rutschen!

Jetzt binde ich den Haken als NoKnot so dass der Schlaufenknoten in der nähe des Hakenschenkels liegt.

Durch die dicke des Vorfachs entsteht ein extremer Winkel den man wenn man will mit einem stück Schlauch etwas entschärfen kann. Geradeziehen bringt nichts weil die Schnur irgendwann wieder in seine Ursprungsform zurückgehrt! Auch gibt mir der Schlauch ein besseres Gefühl beim Noknot, dass er nicht aufgeht.

Vorfach an eine beweglichen Wirbel Knoten.. Ich benutze nicht diese Ringswiffels weil sie mir a. zu teuer sind und b. will ich nicht jedes mal den kompletten Wirbel neu anknoten! Deshalb bin ich auf die abgebildete Variante umgestiegen. Günstig und praktisch!

Warum jetzt um alles in der Welt so aufgebaut?

 


Weil ein normales standart 30lbs Fluocarbon Rig eben nicht so funktionieren würde wie ich es will! Ich benutze eine Fluocarbonschnur mit 60mm für dieses Rig weil ich gerne mit langen Vorfächern fische und weil es steif sein soll! Bei einem z.B. 30 lbs Vorfach gibt es dann wieder Probleme mit Huddlern!

Deshalb auch großes Öhr! einen 6er Haken bekommt man damit nicht gebunden weil man das Vorfach nicht zum 2ten mal durch das Öhr bekommt!!

Man kann sich sicherlich vorstellen daß dadurch der Knoten der Haarschlaufe extrem dick wird! Wenn jetzt ein Boilie über diesen Knoten gezogen wird zerreißt es die meisten Boilies und bei steinharten Boilies ist es schlicht und ergreifend nicht möglich!! Darum die Größe vorher an den Köder anpassen!

Was ich schon oft hatte bei eingestrumpften Ködern und weichem Haar war dass die Hakenspitze ein paar Fäden des Strumpfes gepackt hatte und der Boilie so direkt im Hakenbogen hing. Womöglich noch fängig, gefällt mir nicht! Durch das Doppelhaar bleibt der Boilie sicher wo er hingehört!

Wenn man jetzt an seinem Platz die Montage noch mit einer der bekannten Futterplatten (siehe z.B. Carp Mirror -Kürbiskernplatten) kombiniert haben Krabben schlechte Karten! Es wird immer Futter und ein fangbereites Rig am Platz liegen!


Viel Erfolg damit!
Euer Chris