Montag, 14. März 2005,11:30 Uhr … Feierabend! Mir tun alle Knochen weh. Mein Körper schmerzt und ich bin müde. Aber nun folgt die Zeit der Erholung, denn mit der Messe in Genk geht nun auch die letzte Messe der Saison 2004/2005 zu Ende. Für mich fing der Messestress schon am 9. März. 2005 an. Die komplette Zusammenstellung des Messestandes und die Aktualisierung der Computer nahmen einen ganzen Tag in Anspruch. Am 10. März hatte ich die Ehre, Wolfgang Wendl, WS Team Österreich, vom Flughafen Köln – Bonn abzuholen. Der Flieger landete leider erst sehr spät und so blieb nicht die meiste Zeit für größere Unternehmungen in Münster und es blieb bei zwei Gläsern Apfelschorle, als wir dann gegen 2:00 Uhr tot müde in die Betten fielen. Zu schnell verging die Nacht. Um 5:00 Uhr ertönte das aufdringliche Piepen meines Weckers. Damit war die Nacht beendet und ein harter Tag stand uns bevor. Nach dem letzten Check des Equipments fuhren wir zu Thorsten Becker. Thorsten liebt es spannend und in der Tat schaffte er die Fertigstellung der Jubiläumsshow für Genk mal wieder in der letzten Minute. Danke Thorsten, für die nervenaufreibenden Wochen! Auf dem Weg zum Auto, fiel mir der Rechner mit der Show aus den Händen und für mich brach eine Welt zusammen.

Es gab kein zurück
Es ist nun mal passiert und beim Gedanken, dass der Rechner etwas abbekommen haben könnte, wurde mir schlecht. Mit gemischten Gefühlen ging es nun auf die Autobahn, in Richtung Belgien. Wolfi versuchte mit allen Mitteln, mich auf andere Gedanken zu bringen und ehe wir uns versahen, befanden wir uns auf dem Messegelände. Es herrschte reges Treiben. Die Firma MIKA Products befand sich schon mitten im Aufbau. Im Minutentakt wuchs der Stand zu einer wahren Festung. Respekt und Hut ab. Dann war da noch etwas anders, als all die Jahre zuvor, doch was war anders?! Richtig, die Trennwände und Ausstellungsflächen wurden in diesem Jahr zum ersten mal von einem professionellen Messbauer gebaut. Schneeweiße Trennwände und strahlend blauer Teppich gaben dem Ganzen das gewisse Etwas. In nur wenigen Minuten entluden wir unser Auto und begannen mit dem Aufbau.

Die Nervosität stieg
Unser Messestand war fertig, die Leinwand stand perfekt und in wenigen Minuten wird es sich zeigen, ob der Rechner etwas abbekommen hat oder nicht. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was einem im Kopf alles vorgeht, denn drei Monate harte Arbeit lagen nun hinter uns. Insgesamt haben wir 22.000 Fotos bearbeitet, katalogisiert und über 3.000 Dias gescannt. Zum Ende der Fertigstellung schlich sich, wie immer, ein fast unlösbarer Fehler ins System. Nächte lang suchten Thorsten und ich den Fehler und wir fanden ihn. Leider mussten einige hundert Fotos komplett neu bearbeitet und eingebaut  werden. Es war soweit. Ich drückte den Power-Knopf und das System fuhr hoch. Noch wenige Sekunden und wir werden wissen, ob die Festplatte läuft und … und … sie lief. Noch nie in meinem Leben habe ich mich so auf den Windows Start Sound gefreut, wie in diesem Moment. Der Rechner war in Ordnung. Noch zwei Klicks und die Show lief. Jetzt war das Wochenende gerettet.

Alles wird gut
Mittlerweile herrschte ein geordnetes Chaos in der Halle. Überall wurde gehämmert und gezimmert. Bernd Ackermann und Crew hatten gleich neben uns ihren Messestand und sie wollten es in Genk mal richtig krachen lassen. Bernd Ackermann ist Inhaber des Online Shops www.carp-catfish-shop.de und man mag es kaum glauben, fanden seine Wallerprodukte reißenden Absatz. Langsam aber sicher trudelten nun auch die letzten Helfer von cipro.de in Genk ein und sie staunten nicht schlecht, denn Wolfi und ich waren fertig. So verabschiedeten wir uns sehr früh und suchten unser Hotel auf. Gemeinsam ging es dann zum Abendbrot und später in die Hotel Bar. Warum sind die Nächte zwischen den Messetagen immer so kurz? Man sieht sich einfach zu wenig und wenn man sich dann mal sieht, wird jede Minute genossen. Am frühen Samstagmorgen suchten auch die letzten Ihre Zimmer auf, denn schon um 6:00 Uhr ging der Wecker. Beim Frühstück war es sehr leise. Egal wo man hinschaute saßen verknitterte Gesichter.

Schneefall … was jetzt?!
Um 8:30Uhr öffneten die Tore der diesjährigen Messe in Genk. Doch was war los? Wo blieben die Leute? Mich erreichte der Anruf von Bernd Ackermann und er bat um meine Hilfe, denn sie würden im Stau stecken. Starker Schneefall verhinderte zügiges Vorwärtskommen. Wir wollten es einfach nicht wahrhaben. In Berlin hatten wir auch schon das „Vergnügen“. Ganz langsam füllte sich die Halle und durch Gespräche mit den Besuchern erfuhren wir, dass der Schnee nun auch in Genk Einzug hielt. Stand uns ein Flop bevor? Ab 10:30 Uhr war der Knoten geplatzt. Die Besucher kämpften sich durch schneebedeckte Straßen. Typisch Karpfenangler … schmerzfrei und ohne Skrupel. Sollte es im Universum einen Gott geben, so hatte er mit großer Wahrscheinlichkeit Mitleid mit den vielen Besuchern. So schnell der Schnee kam, so schnell taute dieser auch wieder weg.

Warum werden Karpfen so schwer?
Diese Frage beschäftigte uns in den letzten Jahren des öfteren. Einige Meter von uns entfernt türmten sich Tonnen von Protein – Pellets, Betain–Pellets, Hanf, Tigernüsse, Erdnüsse, Boilies und, und, und. In wenigen Stunden schrumpften diese Berge von Futter und nun war auch uns klar geworden, dass wenn diese Tonnen den Weg ins Wasser fänden, sich die Karpfen zu unserer Freude so entwickeln können. Hallo, die neuen „Black Tiger Nuts“ sind auch schon in der Watersportcentrale erhältlich.

Die kostenlosen Parkplätze waren ruck zuck vergriffen. Jetzt ging der Kampf erst richtig los. Autos wurden wild und ohne Rücksicht auf Verluste falsch geparkt. Diese Vorgehensweise rief die Genker Polizei auf den Plan und so wurde die diesjährige Messe für einige Besucher ein teurer Ausflug. Zugegeben reagierten einige Beamte etwas überheblich, denn mit einem Zollstock soll nachgemessen worden sein und wer auf dem Radweg stand, und diese bekamen ein nicht gerade günstiges Ticket.

Leider haben die Team-Member aus Belgien es nicht geschafft, ihre angekündigte Show fertig zu stellen. Aus diesem Grund wurde kurzfristig das Happy Hooker Team aus den Niederlanden nach Genk geladen. Einige kannten „Show Dreams“ von der Messe in Bonn. Trotzdem ist die Show immer wieder sehenswert. Sehr gespannt war ich auf die Show vom Geburtstagskind Markus Dittgen (carp.de & Carp Connect, der Markus Dittgen, der keine Feinde mehr benötigt, denn er hat sehr viele und sehr dankbare Freunde (siehe www.karpfenpuff.de)!! Markus verarbeitete 20 Jahre Karpfenangeln in einer sehr sehenswerten Audio Vision Show. Viele Bilder ließen Vergangenes neu erleben und ein wenig nachdenklich hat diese Show auch gemacht.

Die Watersportcentrale glänzte in diesem Jahr mit vielen neuen Produkten und zum Jubiläum gab es auch viele Sonderpreise. Alle Daiwa-Rollen gingen abzüglich 20% an den Kunden und wer sich nun ärgert, weil er keine Rollen gekauft hat, dem sei gesagt, dass dieses Angebot auch in den nächsten Wochen bestehen bleibt. Der neue Katalog der Watersportcentrale ist vollgepackt mit nützlichem und  neuem Material, welches leider den Weg nach Genk erst in den nächsten Wochen finden wird. Tja, Containerschiffe sind halt keine Rennboote und dann gibt es noch den bösen, bösen Zoll, aber was soll ich euch hier sagen?! Wir wissen doch wie Behörden arbeiten. ;o) Sehr laaaangsam …

Große Begeisterung fanden bei den Besuchern die neuen Zelte der Watersportcentrale. Zum einen war das neue Weekendtripper zu bestaunen. Noch dickeres- und festeres Material. und eine Wetterhaube für den Kurztrip machen das neue Weekendtripper noch interessanter. Dann stand da noch ein Fust up Shelter im XXL Format. Dieses in Camouflage verarbeitete Zelt wird in der Zukunft mit großer Sicherheit seine Fans finden, denn wer will sich schon Ewigkeiten mit dem Aufbau des Tackles beschäftigen?! Rechtzeitig zum Genker Event, fand die neue Zelt–Transporttasche den Weg nach Genk. Zu vergleichen wäre diese mit dem selbigen Produkt der Firma Fox (Easy Dome), bis auf den kleinen Unterschied, dass der Boden der WS Tasche komplett aus abwaschbaren und wasserdichten Material besteht. Der dicke und leichtgängige Reißverschluss wird auch noch nach unzähligen Touren funktionieren und wenn doch mal etwas kaputt gehen sollte, so wird dies auf unbürokratischer Art und Weise behoben oder ersetzt.

Die Medienmeile war in diesem Jahr besonders kultig. Zu den bekannten deutschen Größen der Medien, gesellten sich viele ausländische Mitbewerber. Für das nächste Jahr würden wir uns lediglich eine kleine Änderung wünschen. Lieber Rudi, bitte setze den Stand von Carp Mirror auf die Linke Seite der Halle und den DKAC (Deutscher Karpfenangler Club) auf die rechte Seite der Halle. Achim Seiter (Carp Mirror) hatte eine ernstzunehmende Boiliekanone zur Ausstellung dabei und ‚Klaus Schneiderhan vom DKAC musste diese nach allen Regeln der Gunst testen, ob diese den Namen Kanone auch wirklich tragen darf. Nach zwei Messetagen stand das Ergebnis des Herrn Schneiderhan fest. Bis auf ein paar kleinen Veränderungen, z. B. Zielfernrohr und einem 10 Kilo Boiliemagazin, darf sich diese Boilieluftdruckkanone auch weiterhin so nennen. Für diverse Beschädigungen an der Hallendecke und zerschossene Leuchtstoffröhren wird wohl der Veranstalter aufkommen müssen. Auch war das Testergebnis für das 3 g Zuckerweitschießen nett zu beobachten, denn erst nach ca. 15 Metern verteilte sich der Zucker über die Masse der Aussteller. Anmerkung cipro.de: Zum Glück war es Zucker!

Samstagnacht – Party Nacht
Fehlanzeige!! Viele verschwanden kurz nach dem Abendbrot auf ihre Zimmer und nur wenige suchten den partywütigen Rest und das war anscheinend nicht so einfach. Da gibt es Gerüchte, dass Markus Dittegen, Volker Book und Bernd Schürmann (alle drei carp.de), beinahe den folgenden Tag hinter schwedischen Gardinen erleben durften, was aber irgendwie mal wieder taktisch klug und gut überlegt umgangen wurde. Doch dazu werdet ihr mit großer Wahrscheinlichkeit in der nächsten Zeit noch das eine oder andere auf carp.de nachlesen können.

Der Sonntag war schon immer mit einem Tag Urlaub für die Aussteller zu vergleichen, doch in diesem Jahr war alles anders. Am späten Vormittag waren die Gänge sehr gut gefüllt und wie schon am Samstag wurden Tonnen an Futter und Tackle aus den Räumlichkeiten der Limburg Halle geschleppt. Am Stand von cipro.de lief zweimal am Tag die Show von Caroline und Patrick (The never ending Story), welche immer noch für sehr große Anziehung sorgte. Nachdem gegen 17:00 Uhr die letzten Bilder von „Carp Supreme“ über die Leinwand huschten, wurde im Hintergrund die große Verlosung vorbereitet.

Die Halle wurde in rekordverdächtige Zeit in ihrem Normalzustand gebracht und auch wir gaben noch einmal richtig Gas, denn die Autos mussten noch in der Nacht entladen und das Messematerial für lange Zeit verstaut werden. Im Großen und Ganzen endete nun auch für uns eine lange und sehr schöne Messesaison. Für all diejenigen Leser dieses Berichtes, die einen anderen Eindruck von Genk 2005 hatten, sei gesagt, dass wir halt alles nur Menschen sind und dass es niemand schaffen wird, alle Menschen unter einem Hut zu bekommen. Ca. 5.500 Menschen fanden an beiden Tagen den Weg nach Genk und so war es auch in den letzten Jahren und so wird es auch in den nächsten Jahren sein. Sicherlich sind die Besucherzahlen in den letzten Jahren zurückgegangen, aber das liegt wohl mehr an der großen Auswahl von Messen, die es vor 10 Jahren noch nicht gab. Zu den Preisen möchte ich nur eines sagen. In der heutigen Zeit kann man nicht mehr mit den großen Messeangeboten, wie vor 10 oder sogar 15 Jahren rechnen, denn noch nie war das Tackle so günstig und qualitativ hochwertig angeboten worden, wie in den letzten Jahren und Hand auf´s Herz … verschenken wird kein Aussteller seine Produkte. Also, seht das Gute an solch einem Event. Seht doch einfach mal hinter die Kulisse und dankt dem Veranstalter, dass er solch ein großes Event schon 20 mal ins Leben gerufen hat. Schon am Tag danach laufen die Planungen für Genk 2006 und das geht Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat, bis dass die Watersportcentrale wieder die Massen nach Genk ruft und alles Mögliche unternimmt, damit sich diese Massen auch wohl fühlen.

Ein paar Leuten möchte ich am Ende dieses Beitrages ganz besonders danken, denn ohne sie, wäre der Auftritt von cipro.de fast unmöglich gewesen. Der Dank geht an folgende Personen:

Rudi und Renard de Zutter (Watersportcentrale Genk), Anke Kersten und Wiebke Becker, Oliver Weiß, Jürgen Kraus und Florian Knerr (cipro.de) und einen ganz großen Dank an meine Freunde, welche ich alle durch cipro.de kennen gelernt habe. Thorsten Becker (cipro.de und Watersportcentrale.de), Achim Seiter (Carp Mirror) und Wolfgang Wendl (cipro.de und Team Watersportcentrale Austria). Es war eine geile Zeit mit Euch!

Tight lines,
Heinz Kersten
cipro.de
Watersportcentrale.de

Uns Anke von cipro.de Forellen
Noch sehr viel Arbeit ... hier auch!
Anika und Petra ... glaube ich Wolfgang Wendl
cipro.de Frank Bast
Kein Kommentar ;o) The never ending Story
Wiebke Becker cipro.de glückliche Kunden!!
Volles Haus am Stand von cipro.de Achim Seiter von Carp Mirror
Delkim www.carp-catfish-shop.de
Futterboote von Schrijver Neue TNT Boote
Renard de Zutter Klaus Schneiderhan an der Kanone
Heinz Kersten und Oliver Weiß (cipro.de) Bernd Schürmann (carp.de)
Mega Mega Mega ... TNT Wunderschöne Bilder
Korda Riesen Auswahl an Zelten
Klaus Schneiderhan und Bruno Schäfer Tim Paisley
Und im nächsten Jahr lassen wir es richtig krachen, gelle ESO?!

 

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