Testbericht Paul´s Pod:
 

von Armin Klein
 

Seit Anfang diesen Jahres bin ich stolzer Besitzer eines der schon fast Sagen umwogenen Paul´s Pods und möchte nun hier die Gelegenheit nutzen, meine Erfahrungen kundzutun. Schon als das lang ersehnte Paket mit der Post bei mir zu Hause ankam, war ich von dem Gewicht schon etwas überrascht. Aber so ist das nun mal mit VA-Stahl. Und genau daraus ist das gesamte Pod gefertigt. Und wie es gefertigt ist:

Die Verbindungen am Grundgestell sowie alle Stangen, Gewinde, Gelenke und Spannhebel passen hier auf den Zehntelmillimeter genau ineinander. Auch nach schon fast 1000 Stunden Hardcoreeinsatz an Ebro, Vallee und verschiedenen deutschen Gewässern habe ich nicht das Gefühl, dass sich an dieser Passform jemals etwas ändern könnte. Und trotzdem gibt es werksseitig mit der Auslieferung ein Tütchen mit Ersatzunterlegscheiben als Zugabe dazu. Ein feiner Zug, wie ich finde.

Der Einsatzmöglichkeit sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt wohl keinen Uferbereich, wo man dieses Pod nicht stabil aufbauen könnte, egal wie unwegsam oder steil es auch sein mag. Auch der Experimentierfreudigkeit sind keine Grenzen gesetzt. Egal für welche Methode man sich entscheidet, Rändelschrauben und Spannhebel greifen derart sicher, dass das Pod jederzeit bombensicher steht. Selbst stärkste Windböen oder ein Vollrun über einen Winkel von 90° bei fast geschlossenem Baitrunner  sind hier kein Problem mehr.

Zum Lieferumfang gehören zwei 3er Buzzer Bars und zwei zusätzliche lange Beine, sodass auch die Variante des Highpods gestellt werden kann. An den Beinen sind übrigens sinnigerweise angeraute Griffstücke, sodass auch diese bequem unverrutschbar angeschraubt werden können. Wahlweise können aber auch 2er oder 4er Buzzerbars geordert werden.

Zum Aufbau insgesamt kann gesagt werden, dass sich das Pod trotz der Vielfältigkeit in relativ kurzer Zeit montieren lässt.

Ob nun der Preis von 500,-€ dafür gerechtfertigt ist, mag ich für andere nicht entscheiden. Aber in meinen Augen haben wir hier ein echtes Stück Präzisionsarbeit, welches in nur geringer Stückzahl einzeln von Hand hergestellt wird. Also für einen Tacklefetischisten, wie ich nun mal einer bin, eine absolute Bereicherung, zumal es eine Anschaffung fürs Leben ist.

Den einzigen Vermuttropfen, den ich finden kann, ist die Tatsache, dass es keine passende Tasche für das Pod gibt. Hier besteht sicher Handlungsbedarf. Aber summa summarum bin ich sehr froh darüber, dass es endlich mal jemand versteht, ein Tackle nicht nach den Kriterien der Masse sondern nach den Wünschen und Träumen der Karpfenangler zu produzieren.

Herzlichst,
Euer Armin Klein

Bestellen könnt Ihr den Pod Josef Krassnig, Am Steinkogel 9 in A-9062 Moosburg (Österreich), Telefon: 0664/1807821

<zu den Maßen>
 


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