Carp Sounder CSF1- Funkset “Der Test”

von Christian Krokowski

Genau wie schon die Carpsounder NEON musste sich auch der CSF1 einem Praxistest und einem knallharten Test unterziehen, bei dem eigentlich alle Wetterextremsituationen, die bei einer Session eintreten können, durchgespielt wurden. Eins vorweg: Wenn der CSF1 der Witterung am Wasser nicht mehr standhält, sind wir bestimmt schon längst zu Hause... dazu gleich mehr.

 Der Praxistest:

Der Einsatz am Wasser gestaltet sich recht problemlos, da der CSF1 mit allem ausgestattet ist, was das Anglerherz begehrt...fangen wir mal an:  An und Ausgeschaltet wird der CSF1 über den linken Drehknopfschalter, über den sich auch die Sensibilität regeln lässt, und über einen Laufradblockierer. Die Drehknopfschalter am CSF1 sind aus brünierten, griffigen Metall gefertigt und lassen sich auch noch mit kalten oder nassen Fingern einwandfrei bedienen. Der Laufradblockierer diente eigentlich mehr der Transportsicherung, lässt sich aber z.B. hervorragend beim justieren der Swinger anwenden, um unnötiges Gepiepe zu vermeiden, ohne den Bissanzeiger ausschalten zu müssen, und so die eingestellte Sensibilität zu verstellen.

Die grade angesprochene Sensibilitätseinstellung (linker Drehknopf)lässt sich stufenlos von 2,5 cm bis auf von mir gemessene 11 cm einstellen und lässt sich so den verschiedenen Situationen am Wasser anpassen. Besonders von Vorteil ist, dass sich die Sensibilitätseinstellung bei einem Fallbiss automatisch auf die sensibelste Stufe schaltet und so jeder „Drop Back“ sicher angezeigt wird.

Mit Hilfe des rechten Drehknopfes lässt sich ein Potentiometer bedienen, der die Klanghöhe des Sounders steuert. Der angenehme Klang, der in manchen Tonlagen den ein oder anderen an den sanften polymaren Klingelton eines Handys erinnert, lässt sich von einem etwas dumpferen  „TÖT“ bis hin zu einem hellen „PIEP“ verstellen und bietet so die Möglichkeit, jedem Sounder seinen individuellen Klang zu geben, was wiederum bei einem Biss auch ohne Sounderbox das Zuordnen der entsprechenden Rute erleichtert. Der CSF1 unterscheidet in der Tonfolge zwischen einem Run und einem Fallbiss, und zwar in der Form, dass der Fallbiss mit einem gut wahrnehmbaren Doppelton gemeldet wird. Der sehr laute Ton des CSF1 ist über die drehbare Tonlochscheibe, die über dem Lautsprecher sitzt, weitesgehend drosselbar, jedoch lässt sich der Bissanzeiger nicht ganz stumm schalten, deswegen ist er nichts für Schwarzangler ;-) , beim Karpfenfischen wird es den Einsatzbereich des Sounders sicherlich nicht einschränken.

Die Ohren der Rutenauflagen sind innerhalb des glasfaserverstärkten Gehäuses verstellbar, so dass auch z.B. Wallerruten aufgenommen werden können. Weiterhin sind die Betalightschlitze in den Ohren mit einer Art Phosphorfarbe, die in der Dunkelheit nachleuchtet, ausgefüllt (um Betalights zu verwenden, einfach die Ohren umdrehen), dies erleichtert in der Dunkelheit das Ablegen einer Rute. Ebenfalls bei der Nachtarbeit sehr hilfreich ist die helle LED, die nicht nur nach einem Biss nachleuchtet, sondern auch noch als kleine Positionsleuchte fungiert, die sich nach acht Stunden automatisch abschaltet. Der CSF1 wird mit brünierten Messingschrauben zusammengehalten und ist mit dem Carpsounder-Dichtungssystem ausgestattet, wodurch er 100% wasserdicht ist. Ein Sounderboxanschluss  rundet die Ausstattung ab. Falls einmal die Batteriespannung sehr gering ist, nimmt die Sendeleistung ab und der Ton des Bissanzeigers wird unklar. Dann sollte eine neue 9V Blockbatterie eingelegt werden, für deren Wechsel das komplette Gehäuse aufgeschraubt werden muss, was sich jedoch sehr simpel gestaltet.  Je nach Betriebszeit, kommt dies nur max. einmal im Jahr vor, geht ohne Einsatz von Spezialwerkzeug von statten und dauert nur wenige Minuten.

Receiver:

Der Receiver ist mit vier kodierbaren Empfangskanälen und vier superhellen LED´s (rot, grün, gelb, blau - wahlweise kompl. blau oder weiß) ausgestattet, die 5mm aus dem stabilen Gehäuse herausstehen, und so aus fast jeden Winkel erkennen lassen, wo ein Biss erfolgt ist. Der sehr laute Ton lässt sich, wie bei den Bissanzeigern, über eine Tonlochscheibe vor dem Lautsprecher auf ein erträgliches Maß drosseln. An und Ausgeschaltet wir der Receiver über einen Drehschalter mit Nachttastfunktion, was so viel heißt, dass man im Dunkeln mit einem Griff feststellen kann, ob der Receiver angeschaltet ist.

Der Receiver lässt sich wegen seiner kompakten Maße entweder bequem mit dem Gürtelklipp am Gürtel oder in der Tasche tragen oder aber er wird auf einen Erdspeer aufgeschraubt und dann positioniert. Die Stromversorgung wird von vier 1,5V AAA LR 03 Batterien geregelt, welche je nach mAH eine Standzeit zwischen 200 und 300 Stunden erreichen. Receiver und Bissanzeiger haben gemeinsam, dass die Antenne im Inneren liegt und das beide Geräte zum Batteriewechsel aufgeschraubt werden müssen, was auf das Carpsounder- Dichtungssystem zurück zu führen ist, welches die Geräte zu 100%  vor Wasser abdichtet.

Reichweite:

Auf freier Fläche hat der Bissanzeiger / Receiver die von Fa.Carpsounder angegebenen 120 Meter locker erreicht, in wirklich dichtem Buschwerk waren es schon über 80 Meter, als meine Teststrecke zu Ende war... es währen mit Sicherheit noch einigen Meter drin gewesen, aber wer entfernt sich schon so weit von seinen Ruten? Zwar kann die Reichweite je nach Umfeld und Störfaktoren wie kalte Witterung, geringer Abstand zum Boden oder niedriger Batteriespannung, abnehmen, jedoch sind die Entfernungen noch mehr als ausreichend.

Das CSF1 System ist  mit diesen Besonderheiten ausgestattet:

Aus dem Beiblatt zum CSF1 Funkset

Batteriesparmodus am CSF1 Receiver: Um einen möglichst lange Lebensdauer der Batterie zu erhalten, ist der Receiver mit einem permanenten Stromsparmodus ausgestattet. Die lange und unproblematische Nutzung de CSF1 Systems war bei der Entwicklung sehr wichtig, Die Tonfolge des CSF1 Bissanzeigers wird vom Receiver etwas verändert weitergegeben, da immer eine sichere und stromsparende Übertragung im Vordergrund stehen muss.

Double Run Control“: Das CSF1 Funksystem ist mit einer Neuerung ausgestattet, welche immer eine sichere Funkübertragung, auch bei gleichzeitigem abziehen an mehreren CSF1 Bissanzeigern gewährleistet. Der CSF1 Receiver macht in kurzen Abständen eine Tonpause und fragt die Sender nach Signalen ab. Dadurch wird vermieden, dass sich die CSF1 Bissanzeiger bei der Funkübertragung gegenseitig stören. Durch diese Eigenschaft wird verhindert, dass es bei einem Doppelrun zu einem unbemerkten Verlust des Fischs oder der Rute kommt.

Die „Double Run Control“ ist besonders interessant, wenn man seine Ruten verteilt aufgebaut und nicht alle in Sichtweite hat und der Batteriesparmodus sorgt auch bei längeren Sessions für ungetrübten Funkspaß.

„First Run Control“: Die jeweils erste Aktion am CSF1 Bissanzeiger wird am Receiver mit eine blinkenden LED angezeigt. Diese Funktion macht es dem Angler möglich, am Receiver zu erkennen, an welchem CSF1 Bissanzeiger die erste Aktion war. Bei Dopperuns  kann der erste Bissanzeiger erkannt werden. Bei heftigen Runs, bei denen der Fisch die anderen Bissanzeiger mitaktiviert, wird die Rute mit Fisch erkannt. Dieses System funktioniert einwandfrei und kann in der Praxis sehr hilfreich sein.

Der Witterungstest:

Der CSF1 musst erst einmal seine Funktionalität bei hohen Temperaturen unter Beweis stellen. Bei den tropischen 38 Grad im Schatten die uns Petrus bescherte kein Problem: Ich positionierte die Bissanzeiger und den Receiver auf einem dunklen Tuch auf meinem Balkon in der prallen Mittagssonne und wartete. Nach zwei Stunden waren die Piepser so heiß, dass sie als Taschenofen durchgegangen währen. Ich beschloss, sie wie beim Eierkochen „abzuschrecken“. Das Tauchbad, das ich ihnen dabei bescherte, machte ihnen und dem Receiver wie von einem Carpsounder gewohnt natürlich nichts aus, wie eine Funktionskontrolle bestätigte.  Soweit so gut. Abschließend verfrachtete ich die noch nassen Bissanzeiger + Receiver ins Eisfach, obwohl Fa. Carpsounder empfiehlt, nasse Bissanzeiger erst trockenen zu lassen (Kunststoff kann Feuchtigkeit aufnehmen) , bevor man sie verstaut, na ja, und von Eisfach war da schon gar nicht die Rede.... Hoffentlich gehen die nicht kaputt, denk ich so zu mir, als mir die eisige Kälte ins Gesicht schlägt, aber meine inner Stimme beruhigt mich mit den Worten: „ Wenn er das nicht aushält, hätte er kein Carpsounder werden dürfen...“ Nachdem ich das Eis von dem Funkset gekratzt habe, stelle ich erfreut fest, das alle Bissanzeiger nebst Receiver noch einwandfrei funktionieren.  Beim anschließenden zerlegen der Gerätschaften zeigte sich keine Feuchtigkeit im Inneren. Lediglich in den Aufnahmen für die verstellbaren Ohren war ein wenig Eis zu finden, genau wie beim NEON, was jedoch nicht weiter schlimm ist, da die sich dort befindenden Potentiometer an sich wasserdicht sind. Außerdem hat Firma Flauger die Gehäuse so modifiziert, das zwei eingearbeitete Öffnungen das Trocknen im Bereich der Potentiometer erleichtern.

Weitere Informationen zu: Abmessungen, Farbauswahl etc. siehe hier

Fazit:

Da kann ich mich kurz fassen: Der CSF1 ist ein echter Carpsounder; Robustheit und Funktionalität bei dem Preisleistungsverhältnis werden wohl ihres Gleichen suchen, und das er 100% wasserdicht ist, ist mittlerweile schon selbstverständlich!!! Wie bei Carpsounder gewohnt, hält er, was sein Hersteller verspricht. Meine erste Wahl würde immer wieder das CSF1 Funkset sein.

Zubehör:
-Carpsounder Transportkoffer für CSF1 Funkanlage, 4fach, mit Schaumstoffeinsatz
-Carpsounder Neoprenhüllen (5mm) als Schutz für Bissanzeiger

Sonstiges:
Abbildungen, Katalogbestellungen und weitere Infos über das Bissanzeiger und Rod- Pod- Programm von Carpsounder, sowie das Komplettprogramm von „ATROPA“(Leuchtbojen Atrospot) und „LUCIDO“ ( LED-Kopf- und Taschenlampen usw.) gibt´s bei der Firma Flauger:

Fa. Carpsounder
Josef Lücker Weg 6
35619 Braunfels
Tel.: 06442/5152

www.carp-sounder.de oder schickt mir bei Fragen einfach eine kurze E-Mail. Christian@cipro.de

Macht´s guddi, Euer
Christian Krokowski
Team-Cipro.de - Horny as Hell

 

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