SHIMANO Tribal Kleidung

Vorstellung von Rolf Klöckner

In den letzten 2 Jahren hat sich mittlerweile die gesamte Shimano-Tribal Kollektion bei mir angesammelt. Aus gutem Grund, denn ich bin von den Sachen überzeugt. Alle Kleidungsstücke haben Eines gemeinsam: Den hohen Tragekomfort und die Funktionalität! Nicht umsonst sieht man diese Kleidung in letzter Zeit häufig und vermehrt auf Fotos in allen bekannten Karpfen-Magazinen.

1.) Der Anorak
Kurze, bis zur Taille reichende Jacke mit (wirklich) großer Kapuze und langem Schild. Breite Brusttasche in der sich schon allerhand Kleinkram ansammeln kann. Stoffbündchen an den Handgelenken. Kein Reißverschluss - einfach
über den Kopf werfen und ab gehts. Der Anorak liegt immer griffbereit neben meiner Liege. Geeignet für das ganze Jahr.

2. Überziehhose
Überziehhose, die man einfach über der Haupthose trägt. Keine Taschen, sondern nur Durchgriffe damit man in die Haupthose greifen kann. Wärmendes Netzwerk in den Beinen. Mit der Haupthose drunter ist es recht warm und man hält an kühlen Abenden schon länger aus! Die Tribal Haupthose ist windabweisend. Im Sommer laufe ich immer nur in dieser Hose rum. Dann hat man aber den Nachteil der fehlenden Taschen. (Werde mir dieses Jahr wohl noch die Cargohose kaufen)

3. Langarmhemd
Sehr angenehmes, kuscheliges und flauschiges Hemd. Eigentlich mein Lieblingsteil. Dieses trage ich ständig – Sommer wie Winter. Im Winter als zusätzliche Wärmelage, im Frühjahr einfach nur so. Ich schlafe auch darin, denn es wärmt und schmeichelt einfach der Haut.

4. Ärmellose Weste
In Verbindung mit dem Hemd bestens für Übergangszeiten geeignet. Genau richtig für die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr, oder für die Zeit, wenn die Sonne sich verabschiedet und die Nacht langsam, aber sicher Einzug hält.

5. Outdoor-Jacke
Das wichtigste Kleidungsstück, welches ich den ganzen Winter durch trage, auch noch bis weit ins Frühjahr hinein. Sie ist eine lang geschnittene Thermojacke. Sehr warm, sehr kuschelig, windabweisend, geräuschlos. Man fühlt sich wirklich gut eingepackt! Insgesamt großzügig geschnitten, also man hat große Bewegungsfreiheit! Dicker Zwei-Wege-Reißverschluss (ideal fürs Boot fahren. Einfach unten ein bisschen aufziehen und man hat Bewegungs- und Beinfreiheit). Auch hier eine endlos tiefe Kapuze. Sie ist vorne im Schild mit einem flexiblen Draht versehen, so dass man sich das Schild nach eigenen Bedürfnissen einstellen kann. Das nenne ich mal eine Kapuze. Nicht zu vergleichen mit vielen amputierten Behelfs-Kapuzen, die es bei so manchen anderen Herstellern gibt!!! Stoffbündchen an den Gelenken. Handgelenke kann man auch noch enger stellen. Taschen innen wie außen ausreichend vorhanden. Die Jacke hält, ebenso wie der Anorak, bei Regen und auch Schnee sehr lange durch. Tipp: Jacke und Hose evtl. eine Nummer größer wählen, denn im Winter hat man sicherlich noch einige andere Sachen an, wie Pullover, Fleecejacke etc.

6. Latzhose
Perfekt in Verbindung mit der Outdoor-Jacke. Die Hose ist auch sehr warm und hoch geschnitten für besten Nierenschutz. Gut verarbeitete Flexiträger, welche halten und nicht reißen. Große, handliche Schnellverschluss-Schnallen. Die Taille kann durch Klettverschluss in der Weite verstellt werden. Zwei tief sitzende, aufgesetzte Taschen, an die man im Stehen nicht ran kommt. Das hat seinen Sinn. Denn sitzt man am Abend gemütlich auf seinem Stuhl und quatscht angeregt mit dem Kollegen, dann kann man die Hände sehr bequem in die darunter befindlichen Seitentaschen vergraben - sehr bequem und wärmend, denn die Taschen sind mit einer Fleece-Schicht ausgestattet. Ergonomisch gut durchdacht, denn die Arme liegen bequem und entspannt auf den Schenkeln. Großer Beinschnitt mit Reißverschluss und zusätzlichen Druckknöpfen. Die Hosenbeine passen bequem über jeden Stiefel. Leider hat diese Hose ein Manko, welches ich nicht verschweigen möchte: Der Eingriff ist eindeutig zu hoch angesetzt. Darüber befindet sich noch einmal ein Reißverschluss und darüber eine Litze mit Druckknöpfen welche die gesamte Hose im Vorderbereich verschließt. Jetzt darf man schmunzeln, denn im Klartext heißt das, wenn es einmal schnell gehen muss, hat man wirklich eine große und nervige Fummelei. Druckknöpfe aufreißen, Reißverschluss aufziehen, den darunter befindlichen, kleinen Reißverschluss vom eigentlichen Eingriff aufziehen, dann evtl. durch die Jogging-Hose kramen (hier blind und nach Gefühl die Kordel aufziehen. Meistens zieht man sich einen Knoten  :-) ), dann durch die Thermo-Unterwäsche durch und schließlich die eigentliche Unterhose etwas herunterziehen und schließlich den kleinen Kerl finden. Ich rede hier natürlich von voller Winterausstattung bei klirrenden Minustemperaturen!! Und zwar alles in einem dermaßen schlechten Winkel, quasi von schräg oben herunter, so das es schon einige Verrenkungen gibt. Also in höchster Not, nach fleißigem Bierkonsum, gibt es nur Eines … nämlich die Hose samt Träger herunter zu lassen, vorher Jacke komplett öffnen, und mit gegrätschten Beinen die Hose `festhalten`. :-) Sieht bestimmt toll aus ... 

Nach dieser kleinen Exkursion in die Tiefen der Kleidung nun mein Fazit:
Die gesamte Kollektion hat einen sehr hohen Tragekomfort, weich und vor allem nicht nur Geräuscharm - nein, sondern Geräuschlos!!! Und wenn man sich mit dem Tribal-Look anfreunden kann, gibt es meines Wissens nichts Besseres. Bei Tarnkleidung scheiden sich ja die Geister. Die Einen finden es schön und notwendig, die Anderen finden es einfach nur affig und lächerlich. Die Tribal-Kleidung sieht etwas eleganter aus und hat nicht diesen militärischen und rudimentären Look. Aber man sieht schon aus wie ein bunter Clown, unbestritten. Manchmal wünsche ich mir dann, dass Shimano optional die gesamte Palette in unserem geliebten Grün anbieten würde. Denn ich werde hier und da doch schon einmal von (neidischen) Kollegen aufgezogen „... da kommt der Tribal-Rolf“ „... du bist heute ja mal wieder überhaupt nicht zu sehen.“ Vor kurzem ging ich wie schon so oft, mit meinem Hund im Wald spazieren, als ich eine ältere Dame traf, die mich nett und mit sichtlichem Respekt grüßte. Bei der anschließenden Unterhaltung stellte sich heraus, dass sie mich für den ortsansässigen Förster hielt ... :-)

Eine schöne und erfolgreiche Saison wünscht euch Allen,
Rolf Klöckner