Schlafsack: Trakker Big Z Pertex

Vorstellung von Rolf Klöckner

 


von Rolf Klöckner

Im dritten Jahr nächtige ich nun im Big Z - Schlafsack von Trakker. Und ich kann sagen, er ist nach einer kleinen Modifikationen einfach ein Traum. (komme ich später drauf zu sprechen) Mit den Maßen von 220cm auf 90cm ist man bis zur Nasenspitze schön eingepackt und man kann sich drehen und wenden wie einem beliebt, das schwarze Fleecematerial im Innern ist einfach luxuriös. Schön kuschelig warm und vor allem atmungsaktiv!!! Habe noch nie darin geschwitzt, es sei denn im fortgeschrittenen Frühjahr. Da empfiehlt es sich schon die Reißverschlüsse aufzulassen und sich einfach nur zuzudecken - denn sonst ist es nicht auszuhalten. D.h. im Frühjahr liege ich lediglich mit der kurzen Unterhose im Schlafsack!!! Die Reißverschlüsse auf beiden Seiten funktionieren blitzschnell und reibungslos, sie haben einen Zipp innen wie außen und können am Kopfteil mit einer Sicherung vor unbeabsichtigtem Öffnen fixiert werden. Es reicht einfach nur am Tuch zu ziehen und mit einem "Ratsch" ist der Schlafsack geöffnet. Eine Kapuze im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Man kann aber die Ecken oder Enden des Kopfteiles mittels eines Klettverschlusses weiter oder enger ziehen. Des weiteren gibt es eine Kordel im Kopf- und Brustbereich, womit der Schlafsack enger gezogen werden kann um Kältebrücken auszuschließen. Am Kopf- und Fußbereich wird der Schlafsack mit Kapuzen an der Liege fixiert. Ebenso gibt es es in der Mitte einen Gurt, mit dem der Schlafsack noch zusätzlich vor Verrutschen gesichert werden kann. Das Pertex-Material der Außenhaut lässt absolut kein Wasser oder Feuchtigkeit durch und nach langen Winternächten mit Kondenswasser im Zelt und auch auf dem Schlafsack trocknet dieses Pertex in Nullkommanichts. Komme ich nun zu den angesprochenen Modifikationen. Ich weiß, das jeder ein anderes Kälteempfinden und eine eigene Wohlfühltemperatur hat. Da helfen Angaben wie "...geeignet bis minus 20°C Grad" wenig. Da gibt es nur eines, nämlich sich die Erfahrung teuer zu erkaufen, viele Kollegen nach ihren Erfahrungen mit diversen Schlafsäcken zu  fragen, wobei dies aus besagten Gründen meist nicht viel hilft, oder auch mal einen Schlafsack von einem Freund ausleihen.

Dies habe ich alles gemacht und habe auch schon nach jeweils einer Session zwei Schlafsäcke sofort wieder verkauft. Da mache ich keine Kompromisse, denn ein optimaler Schlafkomfort in allen Bereichen ist mir immens wichtig. Also etwas tiefer in die Tasche gegriffen, Vertrauen haben und einfach das Teuerste gekauft was es auf dem Markt gibt. Denn die sollten ja eigentlich wissen, was sie da produzieren. Mein Big Z ließ sich Anfangs, im frühen Herbst, recht gut an. Die Temperaturen gingen stetig nach unten, ich wechselte so nach und nach von der Unterhose zur leichten Jogginghose, dann kamen noch lange Kniestrümpfe dazu, die Strümpfe wurden dicker und irgendwann bei deutlichen Minustemperaturen um die 10 Grad tauschte ich die Jogginghose gegen eine Fleecehose um. Ja, und dann merkte ich eines Nachts, dass in meinem Rücken immer eine Kältebrücke war, die mich nicht zur Ruhe kommen ließ. Ich konnte mir Anfangs keinen Reim darauf machen, grübelte und überlegte, dachte ich wäre ein Mimöschen, fragte Kollegen wie das so bei ihnen mit der Wohlfühltemperatur sei und verglich schließlich meinen Schlafsack mit denen meiner Kollegen. Und dann hatte ich es! Bei meinem Schlafsack pfiff es durch die Reißverschlüsse und ich stellte fest, dass es innen sowie außen keine Überlappung für die Reißverschlüsse gab. Unverzeihlich für so ein Spitzenprodukt und in dieser Preisklasse!! Wirklich unerklärlich.

Hergeben wollte ich ihn aber auch nicht mehr, denn eigentlich war ich sehr zufrieden mit meinem Trakker. Also ab zum Schneider, kurze Besprechung und er sagte mir, das wäre zu machen. Ich besorgte mir bei einem Textilhändler adäquaten Fleece-Stoff, dazu noch ein Pertexähnliches Material und der Schneider trennte fein säuberlich die Nähte auf und schon hatte ich Innen eine dicke Fleece-Wulst über die Reißverschlüsse und von außen noch zusätzlich eine ausreichende Überlappung. Das funktioniert nun und diese zusätzlichen Kosten haben sich absolut rentiert. Die Aktion hat mich inklusive Material und Schneiderlohn ca. 80 Euro gekostet.


Auf der anderen Seite hat aber mein Angelkumpel den gleichen Schlafsack und er hat keine Probleme mit den zugigen Reißverschlüssen. Wie gesagt, jeder fühlt anders. Doch nun ist mein Schlafsack für mich perfekt und ich werde ihn garantiert nie mehr hergeben. Er ist mit Sicherheit einer meiner besten Ausrüstungsgegenstände.

Süße Träume wünscht
Rolf Klöckner

 

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