Langsam entblättert sich der schwarze Carbon-Blank aus dem schwarzen, weichen Futteral, das in einer anderen Farbe bestimmt als Sitzbezug in einer verruchten Nachtbar verwendet worden währe. Ich habe das Spitzenteil der Rute in der Hand und hätte fast geglaubt, eine Matchrute vor mir zu haben, wenn nur die Ringe nicht so groß gewesen währen. Unheimlich dünn dieser Blank! Der Blank spielt farblich zwischen einem anthrazitgrau und grauschwarz ... und ... dieser wirkt auf den ersten Blich nackt und kalt!

Lediglich die Bindungen an den Ringen sind mit Klarlack überzogen, der Rest glänzt im Ganzen betrachtet in einem grauschwarzem matt. Auch die Bindungen an sich sind nackt, nur schwarzes Wickelgarn, keinerlei Verzierung.

 



Ich ziehe das untere Rutenteil aus dem Futteral. Kurz vor dem Rollenhalter kommt ein Stück mit Klarlack überzogener Blank. Darauf ist die Aufschrift „Stylus 12" 2,75 lbs“ zu finden. Direkt darunter steht: „Handmade- built by TNT“. Meine Augen bleiben am Griffteil hängen, denn das könnte man mit ein bisschen Phantasie mit dem Griff einer Domina-Lederpeitsche verwechseln! <grins>
Ungläubig stecke ich die Rute zusammen und „Aha“ das Bild fügt sich mir zusammen. Ich halte die „Stylus“ in voller Pracht in meinen Händen. Coole Optik, die dem Namen Stylus wirklich gerecht wird! Bei den ersten Trockentests im Wohnzimmer zeig sich schnell, dass die Rute nicht wie ein Kuhschwanz nachschwingt. Gut so! Schnell die Tournament an den SDPS 18mm Rollenhalter geschraubt und ab ans Wasser. Die ersten Würfe mit bis zu 120 Gramm Blei lassen Feeling für die Rute aufkommen. Einige Würfe später lege ich für mich das optimale Wurfgewicht mit 80 bis 90 Gramm fest. Damit lässt sich „voll durchziehen“ und präzise werfen. Auf die von mir erzielten Wurfweiten möchte ich hier nur in so weit eingehen, als das sie für mich absolut zufrieden stellend waren und immer noch sind. Je nach Wurfstyle, Rolle, Schnur etc. lassen sich dann eh mal ein paar Meterchen mehr oder weniger rauskitzeln.


Unter Belastung zeigt die „Stylus“ was in ihr steckt. Die Spitze ist recht weich und reaktionsfreudig. Bei voller Belastung biegt sich die „Stylus“ dann fast bis ins Handteil, wobei das Rückrad, sprich der Teil der Rute, mit dem noch Kraft ausgeübt werden kann beim dritten Ring (von unten) und bei Extrembelastung  hinter dem zweiten Ring (von unten) endet. Ich denke auf  den Fotos ist die Aktion sehr gut zu erkennen, wobei die Rute dabei wirklich am Limit bewegt wird.

Die Rute wiegt grade mal ca.: 330 Gramm und ist mit 6+1 Dreisteg-Ringen ausgestattet. Die Zapfenverbindung ist mit Wicklungen verstärkt.

 

 

 

Durchmesser der einzelnen Ringe:
Startring ca.:
Laufringe ca.:

       
 

Spitzenring ca.:

mm
23
19
14
11
  9
7,5
  7

Geliefert wird die „Stylus“ in einem Stofffutteral.

Fazit: Ein optischer Leckerbissen mit gutmütiger, weicher, wenn auch tendenziell progressiver Aktion, der sich besonders für das Fischen bis auf mittlere Distanzen eignet. Die gute Verarbeitung und die unkomplizierte Handhabung wird in dieser Preisklasse sowohl den Einsteiger als auch den Gelegenheitshunter begeistern. Preis: 75,00 €uro

Weitere Infos und Bezugsquelle: www.watersportcentrale.com

Christian Krokowski
Team Cipro.de – Horny as Hell


 

 

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