„The Beast“  Spod Rod 12ft / 5 lbs   

von Christian Krokowski


Die “The Beast” ist aus einem recht schnellen 800K Carbon Blank gefertigt, der ungeschliffen ist und optisch dem einer Harrison Rute ähnelt. Die Farbe wechselt je nach Lichteinfall zwischen Grau und Anthrazit. Die stabile 5 + 1 drei-Steg Beringung ist mit schwarzen Wicklungen versehen. Die zwei Rutenteile werden mit einer Zapfenverbindung zusammengefügt, die mit einer ebenfalls schwarzen Wicklung verstärkt ist. Oberhalb des Rollenhalters stehen die silbernen Schriftzüge „ The Beast Spod Rod“ und „IMX“,  die mit vier glitzernden Zierstreifen eingefasst sind.  Der GPS- 20 (Schraub-) Rollenhalter, der gleichzeitig das über der Rolle liegende Griffstück bildet, nimmt die gängigen großen Rollen problemlos auf und sorgt für einen festen Sitz. Unterhalb der Rolle ist noch ein ca. 7 cm langer Moosgummigriff angebracht. Am Rutenende bildet ein dünnes, gemustertes, 12 cm langes Stück Gummi den zweiten Teil des griffigen Rutengriffes, den eine dünne Gummiendkappe abrundet..

Durchmesser der Ringe:

Startring: 30 mm
Laufringe: 25/ 20/ 15/ 10 mm
Spitzenring: 10 mm
Gewicht der Rute: ca. 425 Gramm

Der erste Eindruck
Die Ruten ist bis auf einen kleinen Schönheitsfehler im Bereich der Zierfolie ordentlich verarbeitet. Die Ringe sind der Rute entsprechend stabil und groß genug, um auch einen dicken Schlagschnurknoten durchlaufen zu lassen. Lediglich die Endkappe hätte ein bisschen größer und dicker ausfallen dürfen, da eine Spod Rod ja doch schon mal öfter hingestellt wird. Ansonsten wird die „The Beast“ mit ihrer Ausstattung  den Ansprüchen an eine Spot Rod gerecht. Sie wird in einem schwarzen Stofffutteral geliefert.

Der Test:
Diese Spot Rod ist für den Einsatz als „Arbeitstier“ wie geschaffen, denn das Werfen mit dieser kraftvollen Rute macht richtig Spaß, zumal sich das „Biest“ in der Handhabung als recht umgänglich gibt und selbst mir als ungeübten Spot-Rod-Werfer schnell zielsichere Würfe erlaubte. Ich verwende die „The Beast“ mit einer Daiwa TS 5000, mit 0,35 Mono-Schnur und  der geflochtenen RAZOR Schlagschnur. Die von mir geworfenen Futterraketen wogen zwischen 150 und 200 Gramm und sie ließen sich problemlos auf nachgemessene Entfernungen von 80 bis knapp 100 Metern werfen. Auf Grund der von mir verwendeten relativ kleinen Futterrakete und dem somit recht „geringen“ Gewicht, konnte ich die Rute nicht an ihre Leistungsgrenze heranführen, was bei dieser 5Lbs Rute nicht verwunderlich ist.

Da ich trotzdem wissen wollte, was das „Biest“ so wegsteckt, habe ich kurzerhand eine mit Wasser gefüllte 0,5 l PET- Flasche montiert. Die Flasche habe ich zuhause dahingehend präpariert, dass ich mir mit Hilfe einer digitalen Küchewaage und eines wasserfesten Filzschreibers jeweils in 50 Gramm Schritten von 200 bis 500 Gramm den Wasserstand auf der Flasche markiert habe, so dass ich am Wasser die Flasche nur noch bis zur gewünschten Markierung füllen brauchte und so das entsprechende Wurfgewicht an der Rute hängen hatte.

Nach ein paar „sachten“ Probewürfen habe ich die Gewichte von 250 bis 450 Gramm mehrmals nacheinander geworfen.

Mit 250 Gramm ließ sich ordentlich durchziehen und sehr zielgenau werfen. Ich würde dieses Gewicht als Optimalwurfgewicht bezeichnen, wobei die Rute jedoch auch mehr verträgt, wie Würfe mit 350 Gramm zeigten. Die Rute ließ sich beim Wurf noch einigermaßen durchziehen und die erreichte Wurfweite lag bei gemessenen 80 Metern.   450 Gramm waren auch noch werfen, jedoch zog das hohe Gewicht die Spitzenaktion der Rute so in Mitleidenschaft, dass man das Gefühl hatte, mit einer viel kürzeren Rute zu werfen, was sich auf die Zielgenauigkeit und vor allem die Wurfweite so negativ auswirkte, dass ein effektiver Einsatz nicht mehr gewährleistet gewesen währe. Außerdem hielt der montierte Wirbel dem Druck nicht mehr stand, und bog auf!

Da eine PET Flasche sicherlich nicht die gleichen positiven Flugeigenschaften wie eine Futterrakete aufweist, sollten die angegebenen Wurfweiten nur als Anhaltspunkte dienen. Je nach Wurfstyle, Rolle, Schnur etc. lassen sich dann eh noch ein paar Meterchen mehr rauskitzeln.

Weitere Infos und Bezugsquelle: www.watersportcentrale.com

Macht´s guddi,
Euer Christian Krokowski
Team-
www.cipro.de - Horny as Hell

 

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