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Es gibt eine Menge Gründe,
warum viele von uns schon seit geraumer Zeit ihre Rigs nach dem Prinzip der
Safety-Methode fertigen. Auch ich bin eigentlich ein rigoroser Anhänger
dieser Methode, erleichtert sie es dem Fisch doch zumindest sich von dem
Gewicht des Bleies zu befreien, sollte es einmal zum Schnurbruch kommen.
Insbesondere in hindernisreichen Gewässern, hier ist die Gefahr deutlich
höher, verwende ich entweder Safety-Clips oder noch besser das Run-Rig. Aber
ich muss schon g estehen, dass mir ein festsitzendes Blei, eigentlich lieber
ist. Hinzu kommt, dass ich am liebsten mit relativ kurzen, durchgängig
weichen Vorfächern fische.
Bislang habe ich immer das
so genannte Heli-Rig gemieden, weil es in meinen Augen einen nicht von der
Hand zu weisenden Nachteil hatte. Nämlich, dass das Vorfach nicht direkt in
einer Linie zur Hauptschnur stand, sondern vor dem Blei mittels Wirbel von
dieser abgewinkelt war. Und genau hier hat sich Michael Kames so seine
Gedanken gemacht:
Die Achse, auf der sich der
Wirbel dreht, ist nun nicht mehr die Hauptschnur selbst, sondern ein
Metallstab mit vorne und hinten eingebogenen Ösen. In jeweils eine wird das
Blei eingehängt und in die andere die Hauptschnur. Zwei jeweils mit
Metallhülsen verstärkte Gummimuffen fixieren nun den Wirbel an einer festen
Position und lassen das angeknotete Vorfach beim Wurf spielerisch kreisen.
Eine der Muffen ist so geformt, dass sie sich zwar mühelos über die Bleiöse
ziehen lässt, trotzdem aber einen strammen Sitz aufweist. Die andere Muffe
läuft konisch zu und verjüngt sich in Richtung Rutenspitze. Dieses Gummi ist
vom Innendurchmesser her so gearbeitet, dass es auch mühelos über Leadcore
gezogen werden kann. Mit im Lieferumfang sind drei Plastikstäbe enthalten,
die trotz Verwendung von normaler Hauptschnur für festen Sitz sorgen.
Selbst Drills größerer
Fische geben nun nicht mehr das Gefühl, dass der Wirbel die Hauptschnur
abkantet, da er sich auf einer Metallachse befindet.
Eine, wie ich finde,
saubere Komplettlösung; Mika bietet drei solcher kompletten Systeme in einer
Verpackungseinheit zu 6,90 € an. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und
habe, so montiert, 20 Gerwaltwürfe am Wasser hingelegt. Nicht ein einziges
Mal gab es einen Grund zur Beanstandung, das Vorfach hing frei herunter und
die Gummimuffen saßen fest auf der Achse, wobei sich der Wirbel einwandfrei
im Wurf drehte. Eigentlich bin ich mir auch sicher, dass, sollte es im Drill
zu einem Schnurbruch kommen, der Fisch das Blei trotzdem loswerden kann.
Michael hat mir jüngst auf
der Messe in Bonn angekündigt, dass er noch ein paar andere Riglösungen in
der Pipeline hat. Da er einer von denjenigen ist, die immer für eine
Überraschung gut sind, bin ich echt gespannt darauf und werde an gleicher
Stelle sicher darüber berichten.
In der Hoffnung auf immerzu
sauber abgelegte Rigs wünsche ich Euch viele schöne Stunden am Wasser und
viel Spaß beim Nachbauen,
Armin Klein
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