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Viele nennen ja einen der praktischen
Coleman Benzinkocher ihr Eigen. Meiner begleitet mich schon seit vielen
Jahren und auch vor lästigen Düsenproblemen bin ich bisher verschont
geblieben trotz des Standard Super Benzins aus dem Reservekanister.
Jetzt hat sich aber leider schleichen
ein neues Problem angekündigt..
Die Pumpe wollte nicht mehr so wie ich
das wollte.. langsames Pumpen war unmöglich und nur noch durch hektische
Pumpbewegungen war überhaupt noch was zu machen..
Und da ich durchaus ungehalten werden
kann wenn ich auf meinen guten Morgen Kaffee verzichten muss ging es vor
Ort an die Fehlersuche. Um euch dies zu erleichtern und den Tag zu retten
hier mal eine kleinen Anleitung
Zuerst mit einer kleinen Zange oder
notfalls auch von Hand die Pumpenvorrichtung leicht drehen so dass man sie
herausziehen kann. Die Drehrichtung kann man leicht erkennen wenn man sich
die Haltenippel ansieht.
Danach kann man die Pumpe herausziehen
und ist erstmal überrascht wie einfach das doch aufgebaut ist. Bei den
ersten 1 - 2 mal, wo sich Probleme einstellten, war es meist mit einem
tropfen fett/Öl getan. Der Kanal in dem das Dichtungsgummi lief, war mehr
als staubtrocken. Im Notfall tut’s hier auch ein tropfen Lachsöl oder ein
Spritzer Boiliedip. Hauptsache etwas dickflüssiger. Sollte aber keine
Dauerlösung werden, da dir schlimmstenfalls der Pumpenkanal weg rostet und
das war es dann.
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Pumpe vorsichtig herausziehen |
In meinem Fall war dies nicht mehr
möglich. Das Gummi war einfach so was von runter, rissig und porös grinste
es mich an. Eigentlich wollte ich das schon lange austauschen, aber
irgendwie war ich immer zu geizig eine neue Pumpe zu kaufen, welche wirklich
sehr teuer ist im Vergleich zur Neuanschaffung eines Kochers. So ein Gummi
gibt es natürlich nicht als Ersatzteil, nur eine Art Leder Ring für 10,00 -
12,00 Euro, aber dafür war ich einfach zu geizig! Vor allem lief er ja noch
;=)
Nun also erst mal das Gummi ausbauen
und dann sehen wir weiter. Das Gummi wird durch einen Spannring gehalten
der einfach in eine Rille einrastet.. mit einem Taschenmesser war es dann
doch gut möglich diesen Ring zu entfernen indem ich jeden der 3 Haltepunkte
einzeln über die Vertiefung hebelte.
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Mit dem Taschenmesser das alte Gummi
vorsichtig entfernen |
So, nun liegen die 4 Einzelteile vor
mir und nun ging die Suche los. Koffer durchsucht, Taschen durchwühlt, aber
irgendwie nichts richtiges gefunden.
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Auf dem Bild hatte ich schon den Lederring eingebaut..
Kaffee ging vor ;=) |
Dann die Idee! Mein uralter
Angelgürtel ... ist doch aus Leder ... also zappzerapp mit nem Messer ein
passendes Stück abgeschnitten. 1 Loch mehr oder weniger macht den Kohl auch
nicht fett und der Ring ist ja recht klein, ca. 1,5 - 2 cm im Durchmesser.
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Mein alter Gürtel musste dran glauben |
Alles weitere war einfach. Mit einem
scharfen Messer entsprechend der Größe des alten Gummirings ein Lederstück
zurechtgeschnitzt, mit dem Boiliebohrer mittig vorgebohrt und das ganze
eingesetzt.
Mein Tipp! Erst einmal lieber etwas zu
groß machen! Der Gürtel ist nicht unbegrenzt lang!
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Was nicht passt, wird passend gemacht |
Wenn der Ring noch nicht passt, nicht
nachschneiden, sondern mit einem rauen Stein etwas abschmirgeln. Dadurch
wird der Ring deutlich runder als wenn man mit dem Messer rangeht.
Jedenfalls war es nach 2-3 versuchen
so weit und der Leder Ring passte. Zwar etwas stramm, aber das arbeitet sich
noch etwas ein. Deshalb nicht zu locker anpassen..
Und so saß ich dann einige Zeit später
mit einen 2 cm kürzeren Gürtel aber mit nem Kaffee in der Hand, äußerst
zufrieden vor dem Zelt und schaute auf den See hinaus. Not macht eben
erfinderisch!
Christian Seitel
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