Die Festung oder : Das Amiaud Peche Extreme Carpo

 Autor:  Thorsten Löw

Seit Braunfels bin ich nun endlich stolzer Besitzer dieses Rod Pods und will es euch nicht vorenthalten darüber zu berichten. Amiaud Peche ist sicherlich kein unbekannter Name, doch meist sind am Wasser eher die kleineren Brüder dieses Giganten zu sehen (abgesehen von den regelmäßigen Frankreichfahrern, welche auch an den großen französischen Stauseen fischen). Um es vorweg zu nehmen: Dieses Pod ist sicherlich nicht unbedingt notwendig an dem nächsten kleinen Vereinspool mit schönen Grasstellen, sondern eher (wie der Name schon sagt) für Extremsituationen konzipiert worden (was natürlich nicht heißt, das man es auch nur in Extremsituationen benutzen kann).

Als ich das Pod zum ersten Mal sah, schlug mein Herz gleich um einige Beats höher. Edelstahloptik (muss schon sein), stabiler Aufbau und umwerfendes Design. Was lange währt, wird endlich gut und so kann ich es jetzt selbst Trip für Trip genießen und ich bin mittlerweile noch mehr von ihm begeistert. Doch nun zur Praxis:

Das Amiaud Peche Extreme wird in einer passenden Tasche geliefert, indem außer dem Rod Pod noch weitere Kleinteile Platz finden würden. Nicht in die Tasche passen die 3 Extremestangen, die allein schon 1,5 m lang sind. Das Pod wiegt mit Tasche und den normalen Beinen ca. 9 kg, was natürlich nicht gerade leicht ist. Deshalb nicht unbedingt für die 5-Stunden-Kurzsession geeignet. Mit Extremebeinen bestückt wiegt es deutlich über 10 kg, was allein vom Gewicht her schon jedem Sturm trotzen sollte. Zusätzlich erreicht man mit den langen Beinen einen sehr hohen Aufbau, der für alle Situationen und Uferbeschaffenheiten ausreicht…

Der Aufbau scheint anfangs etwas langwierig zu sein, doch mit ein wenig Übung steht das komplette Pod in 2-3 Minuten. Das Genialste an diesem Rutengestell ist der einfache Mechanismus, mit dem das Pod innerhalb von Sekunden aus der „Rutenspitzen-unter-Wasser-Position“ zur „Rutenspitze-gegen-den-Himmel-Einstellung“ wird. Mittels praktischem Spannhebel (ähnlich wie bei Fahrrädern) ist dies wirklich innerhalb von Sekunden zu bewältigen. Für den normalen Aufbau (gerade oder nach unten geneigt) verwende ich die gebräuchlichen Butt Grips, bei extrem nach oben gestellten Ruten die dafür konzipierten Schalen aus unverwüstlichem Hartplastik. Diese Schalen sind so dick, dass selbst das Endstück einer massiven Wallerrute problemlos darin Platz findet. Bei meinem Amiaud Peche ist eine Viererauflage dabei, welche aber auch für 2 und 3 Ruten (einfach Bissanzeigeraufnahme unten aufschrauben, wie gewünscht verschieben und wieder fixieren) verwendet werden kann. Die Buzzer Bars an sich können sich durch die spezielle Fixierung nicht verdrehen. Das Mittelteil des Pods ist längenverstellbar, sodass es für jede Rutenlänge passen müsste. Die großen Schrauben sitzen bombenfest und einmal aufgestellt wackelt aber auch wirklich gar nichts mehr! Bei einer Wintersession vor Weihnachten wurde ich nachts von einem wahren Sturm überrascht. Ich hatte wirklich Angst um meinen 3 m –Schirm, aber das Amiaud stand wie eine Festung in den orkanartigen Böen.

Ich kann dieses Pod nur jedem empfehlen. Es gehört nicht gerade zu den Billigsten, ist aber dafür wirklich eine Investition fürs Leben!
 

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