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Seit
Braunfels bin ich nun endlich stolzer Besitzer dieses Rod Pods und will es
euch nicht vorenthalten darüber zu berichten. Amiaud Peche ist sicherlich
kein unbekannter Name, doch meist sind am Wasser eher die kleineren Brüder
dieses Giganten zu sehen (abgesehen von den regelmäßigen Frankreichfahrern,
welche auch an den großen französischen Stauseen fischen). Um es vorweg zu
nehmen: Dieses Pod ist sicherlich nicht unbedingt notwendig an dem nächsten
kleinen Vereinspool mit schönen Grasstellen, sondern eher (wie der Name
schon sagt) für Extremsituationen konzipiert worden (was natürlich nicht
heißt, das man es auch nur in Extremsituationen benutzen kann).
Als ich das
Pod zum ersten Mal sah, schlug mein Herz gleich um einige Beats höher.
Edelstahloptik (muss schon sein), stabiler Aufbau und umwerfendes Design.
Was lange währt, wird endlich gut und so kann ich es jetzt selbst Trip für
Trip genießen und ich bin mittlerweile noch mehr von ihm begeistert. Doch
nun zur Praxis:
Das Amiaud
Peche Extreme wird in einer passenden Tasche geliefert, indem außer dem Rod
Pod noch weitere Kleinteile Platz finden würden. Nicht in die Tasche passen
die 3 Extremestangen, die allein schon 1,5 m lang sind. Das Pod wiegt mit
Tasche und den normalen Beinen ca. 9 kg, was natürlich nicht gerade leicht
ist. Deshalb nicht unbedingt für die 5-Stunden-Kurzsession geeignet. Mit
Extremebeinen bestückt wiegt es deutlich über 10 kg, was allein vom Gewicht
her schon jedem Sturm trotzen sollte. Zusätzlich erreicht man mit den langen
Beinen einen sehr hohen Aufbau, der für alle Situationen und
Uferbeschaffenheiten ausreicht…
Der Aufbau
scheint anfangs etwas langwierig zu sein, doch mit ein wenig Übung steht das
komplette Pod in 2-3 Minuten. Das Genialste an diesem Rutengestell ist der
einfache Mechanismus, mit dem das Pod innerhalb von Sekunden aus der „Rutenspitzen-unter-Wasser-Position“
zur „Rutenspitze-gegen-den-Himmel-Einstellung“ wird. Mittels praktischem
Spannhebel (ähnlich wie bei Fahrrädern) ist dies wirklich innerhalb von
Sekunden zu bewältigen. Für den normalen Aufbau (gerade oder nach unten
geneigt) verwende ich die gebräuchlichen Butt Grips, bei extrem nach oben
gestellten Ruten die dafür konzipierten Schalen aus unverwüstlichem
Hartplastik. Diese Schalen sind so dick, dass selbst das Endstück einer
massiven Wallerrute problemlos darin Platz findet. Bei meinem Amiaud Peche
ist eine Viererauflage dabei, welche aber auch für 2 und 3 Ruten (einfach
Bissanzeigeraufnahme unten aufschrauben, wie gewünscht verschieben und
wieder fixieren) verwendet werden kann. Die Buzzer Bars an sich können sich
durch die spezielle Fixierung nicht verdrehen. Das Mittelteil des Pods ist
längenverstellbar, sodass es für jede Rutenlänge passen müsste. Die großen
Schrauben sitzen bombenfest und einmal aufgestellt wackelt aber auch
wirklich gar nichts mehr! Bei einer Wintersession vor Weihnachten wurde ich
nachts von einem wahren Sturm überrascht. Ich hatte wirklich Angst um meinen
3 m –Schirm, aber das Amiaud stand wie eine Festung in den orkanartigen
Böen.
Ich kann dieses Pod nur
jedem empfehlen. Es gehört nicht gerade zu den Billigsten, ist aber dafür
wirklich eine Investition fürs Leben!
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