Bildmaterial und Text von Uwe Rothardt

Seit etlichen Jahren, beschäftige ich mich mit der Herstellung von Boilies. Zahlreiche verschiedene Zutaten sind mir in dieser Zeit durch die Finger gegangen. Die Zeit war sehr oft von Misserfolg, aber auch von großem Erfolg gekrönt. Und genau diese, Erfolge verhalfen mir in dieser Zeit grundlegende Erfahrungen zu sammeln um diese gezielt um zu setzen. Da ich meine Boilies und Mixe mittlerweile soweit optimiert habe dass ich gute und konstante Ergebnisse damit erzielen kann, konzentriere ich mich momentan einem neuen Gebiet der Köderherstellung, der " Köderpräsentation ".

Es gibt mittlerweile die viele unterschiedliche Varianten, einen Köder ( Hooker ) zu präsentieren. Die wohl bekannteste und meist angewande Methode seinen Hakenköder aufzuwerten, ist wohl der Boilie Dip. Man findet diesen in den unterschiedlichsten Ausführungen. Sowohl Dips auf Ölbasis, Zuckerbasis oder Alkoholbasis, haben in den letzten Jahren reisenden Absatz gefunden. Aber kann ein Dip überhaupt die Anziehungskraft des Köders steigern, oder ist er einfach nur ein hochgepriesener Verkaufsschlager der Bait & Tackledealer. Dieser Punkt wird wohl immer ein sehr umstrittenes Thema im Bait Sektor bleiben. Die Meinungen und Erfahrungen der Carp Hunter in aller Welt, sind hier einfach zu unterschiedlich, um eindeutige Ergebnisse zu hierfür zu bestätigen.
 

Die Alternative: Boilies im Teigmantel
Seit längerem schon beschäftige ich mich mit diesem Punkt. Zahlreiche Stunden stand ich schon in der Boilie Küche, um an dieser Sache zu tüfteln. Nun, ich denke das dies eine der wenigen effektiven Methoden ist, einen Köder auf zu werten. Verschiedene Tests mit dieser Methode haben mich voll und ganz davon überzeugt. Im großen und ganzen ist es eine sehr einfache Sache. Am schnellsten und einfachsten ist es wohl, sich einfach ein Stück Boilie Teig, zur Seite zu legen, um diesen später um die fertige Murmel zu kneten. Das genügt mir dennoch nicht und somit habe ich versucht, den Teig zu optimieren. Im großen und ganzen, verwende ich den gleichen Teig aus dem später die Boilies entstehen sollen. Durch zufügen anderer verschiedener Komponenten, kann man dies aber noch optimieren. Sehr interessante Zutaten sind Gamarus, Wasserflöhe, Seidenraupenlarven usw. Diese haben den Vorteil, das sie beim auflösen des Teiges langsam aufsteigen und somit die Lockwirkung erhöhen. Optimieren kann man diesen Effekt, in dem man diese, ich will sie mal Insekten nennen, zuvor mit Extrakten, wie z.B. , Leberextrakt/Lebertran, oder Melasse behandelt.

Bevorzugte Zutaten, die ich sehr oft verwende sind Milchpulver und Sahnepulver. In Kombination mit Kakao verursacht dieses Mischung eine reizvolle, süß-milchig duftende Wolke. Man sollte jedoch beachten, je gröber die Teig Struktur ist, desto schneller löst dieser sich später im Wasser auf. Grobe Zutaten wie Hanf/Maisschrot würde ich nicht unbedingt empfehlen, vorausgesetzt man will die Auflöszeit nicht unnötig beschleunigen.

Wichtig: Haarlänge
Sehr wichtig und nicht außer Acht zu lassen, ist die Haarlänge. Durch das auflösen des Teiges, verändert sich automatisch die Haarlänge. Hierbei sollte man beachten, am Anfang die Haarlänge auf das Minimum zu reduzieren, das beim späteren Biss eine optimale Hakung gewährleistet ist. Weiterhin muss beachtet werden, das der Teigmantel nicht zu dick gerät, um dieses Problem zu umgehen. Ich empfehle eine Teigdicke von ca. 5mm-8mm max.

Nun wünsche ich Euch viel Erfolg beim ausprobieren. Vielleicht berichtet Ihr bald von Euren Ergebnissen.

In dem Sinne
Uwe Rothardt
Team SUCCESSFUL-BAITS
 

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