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Fast
jeder, der seine Freizeit in der Natur verbringt, kennt sie die kleinen
ekeligen schwarzen Monster, die gemeinhin Holzböcke heißen, wobei der
Biologe sie den Milben zuordnet und andere sie nur als kleine Vampire
bezeichnen. “Sobald die Temperaturen auf acht bis zehn Grad Celsius steigen.
Wandern die Zecken los“. Ihre Stiche sind im allgemeinen harmlos. Einige
Zecken übertragen jedoch Erreger, die beim Menschen die Hirnhautentzündung
Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) oder das Rückfallfieber Lyme –Borreliose
auslösen können. Doch zumindest vor der Hirnhautentzündung kann sich jeder
schützen. Experten raten bei längerem Aufenthalt in Risikogebieten wie
Süddeutschland zur Impfung. Diese kann beim Hausarzt verabreicht werden und
bewirkt nach 3 maligem spritzen über ein halbes Jahr verteilt einen
Impfschutz von bis zu 4 Jahren. Weitere Informationen über Impfungen und
Kostenübername hält eure Krankenkasse für euch bereit.
Zecken sitzen bevorzugt an den Spitzen von Gräsern und Sträuchern, oft an
Weg- und Waldrändern oder Bachauen- und nicht auf Bäumen, wie oft geglaubt.
Dort warten sie auf Säugetiere oder den Menschen. Einmal auf dem Wirt,
suchen sie sich eine geeignete Stelle. „Sie lieben Gegenden, wo es feucht
und warm ist“ erläutert Bettina Wilske vom Nationalen Referenzzentrum für
Borrelien. „Dort bohren sie dann ihren Stechrüssel, das so genannte Hypostom,
in die Haut.“ Mit Hilfe von Widerhaken und bestimmter Speichelstoffe klemmen
sie sich in der haut fest. Häufig werde die Zecken erst spät entdeckt, wenn
sie sich mit Blut vollgesogen haben. Der Stich selbst bleibt oft unbemerkt,
denn die Zecken geben einen die Haut betäubende Substanz ab
Über den Speichel wird auch das FSME- Virus übertragen, das beim Menschen
die Hirnhautentzündung hervorrufen kann. “Etwa 70 Prozent derjenigen, die
von einer infizierten Zecke gestochen werden, zeigten nur sehr geringe oder
gar keine Symptome sagte Süss, der am BgVV das Fachgebiet „ Virale Zoonosen
„ leitet. Bei ungefähr 30 Prozent hingegen träten schwere Erkrankungen auf,
die oft in einer Klinik behandelt werde müssten. In der ersten Phase kommt
es zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Brechreiz und
Schwindelgefühl. Später, im zweiten Stadium, das laut Rober- Koch- Institut
ungefähr sechs bis zehn Prozent dieser Menschen betrifft, erkrankt das
Nervensystem. Etwa ein bis zwei Prozent der Erkrankten sterben im Verlauf
der Infektion . Bei ungefähr 40 bis 60 Prozent der Betroffenen breitet sich
nach dem Zeckenstich eine Hautrötung um die Einstichstelle herum aus. Später
können Gelenk-, Herzmuskel-, oder Nervenentzündungen auftreten, so Prof.
Bernhardt Ruf von der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie. „Die
Infektionswahrscheinlichkeit steig mit der Aufenthaltsdauer der Zecke in der
Haut.“ Je eher diese entfernt werden, desto geringer also die Gefahr, dass
der Erreger übertragen werde. Darum gehört bei Buschmännern auch eine
Pinzette in den Angellkoffer !
Die Werbeaussagen der Hersteller stehen zum Teil im krassen Gegensatz zu den
Testergebnissen“, urteilten die Warentester. Das beste Mittel im Test ist
die „Zarazin Bio-Hautschutz-Lotion“, dicht gefolgt von der „Nexa Lotte Natur
Hautschutz-Milch“.Ebenfalls ein „Gut“ erhielten „Autan Active Lotion“ und „Taoasis
Floh Zecken Stop Spray“. Der beste Mückenschutz
zum Einreiben kommt von Bayer und heißt Autan Family Milch. Drei bis vier
Stunden schützt der synthetische Wirkstoff sicher vor Mücken und Zecken. Die
meisten anderen chemischen Mittel bieten nur für kurze Zeit Schutz. Ohne
Wirkung blieben Duftöle, Mückenpiepser und ein UV-Lichtgerät. "Mangelhaft"
lautet hier das Testurteil. Auch die klassischen Hausmittel wie Apfelessig
zum Einreiben oder roh gegessene Knoblauchzehen helfen nicht. Der strenge
Geruch mag Freunde vertreiben, nicht aber Zecken. Das einzige Naturmittel
mit Wirkung ist Lavendelöl. Wer sich damit einreibt, hält Mücken und Zecken
für kurze Zeit auf Distanz. Spätestens nach einer Stunde ist die Wirkung
allerdings verflogen. Dann muss nachgeölt werden, sonst gehen die summenden
Plagegeister zum Angriff über. |