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Hallo, da draußen an den Bildschirmen, vorerst einmal möchte ich feststellen, dass wir alle, die auf der "Jagt" nach dem Karpfen sind, immer auf den "Moby Dick" unter den Karpfen hoffen ! Ist doch so, oder habe ich mich da getäuscht ?! Für mich halte ich es so:
Wie ist es aber, wenn man einen
Großkarpfen - Fisch ab 15 kg und mehr fängt ?
Wetter:
Dazu eine kleine Geschichte von
Ernst: Also, diese Nacht war alles andere als ideal um Karpfen zu fangen - heiß - laut - einfach sch....... 24:00 Uhr
gleich 00:00 Uhr, mein Carp - Sounder setzt sich in Bewegung kurz später
stehe ich mit einer bis in das Handteil gekrümmten Rute da. Die erste Flucht
kann ich nicht stopp, ich entschließe mich dem Fisch mit dem Boot zu folgen.
Nach gut 20 min schließt sich mein Keschernetz um einen wunderschönen
Schuppenkarpfen, der wohl einer der schwersten aus diesem Gewässer bis dato
sein dürft ! Es folgten keine weiteren Bisse, aber das machte nichts - was
für ein Fisch !
Platz:
Anfischen 2002: 20:20 Biss auf der zu kurz ausgelegten Rute... oh, die erste Flucht gewaltig, der Fisch ist nicht zu stoppen und so zieht er mit einer mächtigen Bugwelle von mir weg - der Fisch ist schon über 120 m von mir entfernt. Nach einem ca. 15 min Kampf schwinden die Kräfte des Riesen - Ernst kommt vorbei und keschert den Fisch. 16,5 kg - ein super Fisch, so kann es gehen wenn man nicht immer den Hot - Spot trifft. Ich bin happy und nach einigen Fotos schwimmt der Fisch wieder. Hätte ich herausgezogen, weil der Wurf nicht optimal gewesen ist, hätte ich dann auch diesen Fisch gefangen ?!
Köder:
Readymades or
Selfmades ?:
Doch was ich
euch eigentlich schreiben will ist folgendes Gleichnis: Nennen wir den Angelkollegen Kurt - der Kurt ist sich seiner Sache sicher, als er nach 2 Monaten eine 3 Tagessitzung startet, dass er sicherlich einen Karpfen fangen würde. Der Platz ist wirklich top, da wurden schon viel Schuppenträger gefangen, aber dieses mal nicht, waren die Fertigkugel doch nicht das wahre, denn nur 30 m weiter fing ich ohne vorfüttern, mehre Karpfen auf Boilies der Marke Eigenbau! Ernst kennt da auch noch eine Story, die mich zum Nachdenken brachte.Einige Kollegen, die am selben Gewässer wie der Ernst fischten beschwerten sich über ihre schlechten Fänge und wunderten sich immer darüber das Ernst immer so gut fängt. Na, was glaubt ihr macht der erfahrene Carp- Hunter da, er geht auf den Platz wo der Ernst so gut fängt, aber lassen wir Ernst selber berichten: Ich komme ans Wasser und da muss ich feststellen, dass heute jemand auf meinem Platz fischt (die unglücklichen Kollegen), den ich mir mühsam über Monate aufgebaut habe, aber was soll es - man muss immer das beste aus der Situation machen und so beschließe ich auf den Platz der Loser zu gehen, denen werde ich es heute zeigen! Und wie glaubt ihr ist es mir ergangen, ich war erfolgreich in dieser Nacht, obwohl ich mit meinem Murmeln noch nie dort gefüttert habe! Na, und meinen Kollegen auf meiner Stelle ist es genau so ergangen, wie immer - nichts - diese Fertigboilies sind auch nicht das wert, was der Hersteller verspricht - denke ich noch ! Die kurzen Stories zeigen, dass es doch auf den Köder ankommt, er muss einfach gut schmecken !
Jedoch, ist der Köder wirklich für den Fange des einen oder anderen Großkarpfen verantwortlich, gibt es den Großfischboilie, der nur den 20 kg Karpfen anbeißen lässt, wohl kaum. Also, sind wir der Meinung, dass so manche Großkarpfen am richtigen Tag an der richtigen Stelle auch mit einem anderen Köder gefangen worden wären und sei es auf ein Fertigboilie der Firma XY ! Studiert doch einmal die Fangmeldungen, ihr werdet sehen dass mit den unwahrscheinlichsten Ködern Großkarpfen überlistet werden!
Rig:
Soft or Hard ?: Zum Thema
weiches oder hartes Vorfach muss ich bemerken, dass ich immer mehr zu
steiferen Vorfächern neige, obwohl ich schon viele Carps mit weichen Rigs
fangen konnte, aber an dieser Stelle zitiere ich am besten "Was leicht in das Fischmaul beim einsaugen hinein geht, geht auch leicht wieder hinaus - steifere Vorfächer gehen sicher schwerer in das Fischmaul, aber auch dafür wieder schwerer, wenn überhaupt hinaus"! Ob das übertrüber Rig wirklich so wichtig ist für den Fang eines Großkarpfen bezweifle ich stark, ein Rig muss gut arbeit und das können die einfachen Rigs am besten. Hier scheiden sich die Geister und so muss jeder für sich entscheiden, welches Rig er fischt, aber fischschonend bitte.
Glück - das
Gesetz der Wahrscheinlichkeit: Also, einen wirklich Großen an den Haken zu bringen ist oft nicht eine Frage des Können des Fischers, nein, sondern vielmehr eine Frage der Wahrscheinlichkeit ! Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viele Fische bei euch im Gewässer tatsächlich ihre Runden ziehen. Nehmen wir einmal an es sind ca. 100 Stk. von diesen ist ein Fisch der ein Gewicht jenseits der 15 kg besitzt ! Oh, das würde ja heißen die Chance diesen Fisch zu fangen steht 100 zu 1 - also so schlau sind die großen Carps auch nicht - die Kapitalen sind zahlenmäßig den anderen Fischen unterlegen. Daraus ergibt sich auch folgende Erkenntnis - die anderen kleineren Fische sind meist schneller am Köder und diese fangen wir dann auch, was mich aber keineswegs stör ! That`s it !
Fazit:
Haltet alles so einfach wie möglich was mit Rigs zu tun hat und wenn ihr die Boilies selber macht, dann macht "einfach" schmackhafte Köder - Tipps findet ihr hier auf CARPNET unter dem Link Köder! So, jetzt ab ans Wasser, vielleicht hat heute gerade einer das "Glück" auf einen Großkarpfen ! Petra Geil, Kontakt: www.carpnet.enns.cc
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