von Oliver Weiss und Florian Kneer

For those about to rock ... fire ... we salute you ... dröhnt es durch die Lautsprecher, als mein Auto den Rhein back to good old Germany passiert! Danke Frankreich schießt es durch unsere Köpfe. Eine Woche Idylle, Fische und ein bisschen Erholung liegen hinter uns. Es ist erst ein paar Wochen her als wir (flo und oli) auf die Idee kamen unseren Sommerurlaub mit einer Woche Frankreich zu versüßen. Zwei anrufe und alles war perfekt ...

Es ist Samstag Morgen, 2 Uhr, der Wecker gibt mal wieder alles! Im Gegensatz zur normalen Situation freut es mich dieses Foltergerät schreien zu hören! Um 3 Uhr kommt flo vorbei ... „Tonight is the night“ schießt es mir sofort durch den Kopf. Nach 6 Stunden fahrt liegt er vor uns, der See der für die nächsten Tage unsere Heimat sein wird. Es hatte am Morgen geregnet und nun kam sogar die Sonne heraus. Wenn Engel reisen...Während wir unsere Domes aufbauten rollten am anderen Ufer die ersten Karpfen. Für uns war klar, dass die Lokation somit ausfällt. Da an diesem See Boote verboten waren und wir unsere Stellen mit der Lotrute suchen mussten hätten wir mit dieser Aktion die Fische vergrämt! Alles aufgebaut, die Ruten ausgelegt, nun kam der gemütliche Teil. Lecker Bier und im Radio heult einer der seine Freundin nicht zurück haben möchte und dabei jedes zweite Wort mit f... anfängt. Prost!

Piep ... das war die einzigste Aktion die der Fisch ausführen konnte. Ich stand bereits an der Rute und diese gab ihr bestes!  „22 Uhr ... Tonight is the night höre ich flo sagen als er den Fisch keschert!“ Jepp, zwar kein  Riese aber wir freuten uns trotzdem ...Nun ist flo dran. Sechs Ruten sind sein eigen! Wir fahren zusammen fischen, wir sind ein Team! Das heißt für uns teilen. Auch flo kam in dieser Nacht noch zu seinem Fisch. Einer der besseren! Die Freude über den gelungenen Start war riesengroß. Nach einem weiterem Bierchen aus der Heimat legten wir uns in unsere Behausung. Der zweite Tag, 22.15 Uhr, ich bin dran, der Regen hat nach 5 Stunden Akkordarbeit endlich aufgehört.  Nach hartem Drill liegt der schöne Spiegler vor mir auf der Matte. flo macht sich klar die Fotos zu schießen, der Karpfen hält schön ruhig. Doch was macht der flo? Er steht da mit gebogener Rute und drillt! Shit...was nun? Wir sind keine Freunde von Karpfensäcken und so bleibt flo nichts anderes übrig als während dem Drill Fotos zu schießen! Ihr könnt euch ja denken wie die aussehen!? Na ja ... mein Fisch zurück und alle Aufmerksamkeit gebührt nun flo mit seinem Fisch. Yes ... gekeschert und mit der Kopflampe wird nun betrachtet was da auf der Matte liegt. Gewogen und (man hab ich mich erschocken) hallt es nur noch „Yiiiiiiiiiiiiiehaaaaaaaaa“! Klar, flo hat seinen Pb geknackt. Während wir fotografierten, kam etwas röchelndes aus dem Wald! Nein! Keine Wildsau ... es waren die Holländer die 200m weiter unten saßen und den Brüller von flo hörten! Crazy Dutchman...

Plock ... Der Schampus wurde aufgemacht. Wir sind ja schließlich in der Champagne. Ja ja der der Champus. Nun bin ich an der Reihe (flo). Nachdem wir meinen Pb zünftig begossen hatten legten wir uns auch bald zum Schlafen in unsere Zelte. Am nächsten Morgen meinte es aber Petrus alles andere als gut mit uns und ließ es kräftig regnen. Um dem schlechten Wetter zu trotzen, beschlossen wir den Tag mit einem deftigem Frühstück zu beginnen. Doch soweit kam erst gar nicht, da sich der Micron kurz nach Kochbeginn bemerkbar machte. Also alles liegen und stehen lassen und ran an die Rute. Nach einem herrlichem Drill im Regen kann oli einen prächtig gefärbten Spiegler keschern. Wow ... der erste Fisch der tagsüber gebissen hatte. Was nun? Ändern die Karpfen ihre Fressgewohnheiten? Fangen wir nun auch tagsüber? Wir ließen es auf uns zukommen....

Als die Dämmerung hereinbrach erbarmte sich auch Petrus und es hörte auf mit regnen. Ein wunderbarer Sternenhimmel breitete sich über uns aus und wir blickten in die weiten des Orbit... Hast du das gesehen? fragte oli.....Ich bejahte und wir lachten einfach darauf los. Wir erblickten beide eine Sternschnuppe und jedem von uns war klar was sich der andere gewünscht hatte. Es machte sich eine himmlische Ruhe breit, die einzig und allein durch das Rufen eines Käutzchen oder die Geräusche uns unbekannter Tiere gestört wurde – oder waren das doch die Crazy Dutchmen?

Was nun die folgende Nacht passierte hätten wir selbst nicht geglaubt. Die Fische folgten ihren alten Gewohnheiten - „Tonight is the night“ - Wir wollten uns gerade schlafen legen als der erste Biss erfolgte: Dieses Spiel wiederholte sich vier weitere male diese Nacht: „Gut Nacht oli“ - „Gut Nacht flo“ ... 5-10 Minuten später ... Piiiiiiiiiiiiiiiep ... Die Karpfen ließen uns keine Ruhe und an Schlaf ist nach einem aufregendem Drill eh nicht zu denken. Kurz vor Sonnenaufgang legten wir uns zufrieden zu Bett und erwarteten mit Vorfreude den kommenden Tag.

Dem Bivvy Kollaps nahe, zeigte sich am 4. Tag nun endlich einmal die Sonne. Als gegen Nachmittag immer mehr Wolken aufzogen wurde uns klar das der schwüle Tag in einem Gewitter enden würde und so kam es auch. Doch wir hatten Glück und wurden lediglich mit 4 Stunden Platzregen beschenkt, welcher sich bis zum Einbruch der Nacht verzog. Wir erfuhren später das es andere Teile Frankreichs weit aus heftiger erwischt hatte als uns. Tagsüber konnten wir keinerlei Aktionen an unseren Ködern verzeichnen, obwohl sich ab und an die Karpfen auf unseren Futterplätzen zeigten. Die folgende Nacht enttäuschte uns wieder nicht und Petri beschenkte uns mit 5 weiteren Kampf starken Karpfen der oberen Gewichtsklasse. Gegen 5 Uhr, als wir uns gerade schlafen legen wollten bekamen wir Besuch von einem der Crazy Duchtmen. Er hatte seinen Pb gefangen und freute sich wie ein Honigkuchenpferd. Pascal, zeigte uns die Bilder auf seiner Digicam und nach einem Small Talk ging es ab in die Falle. Ich bewundere Oli heut noch wie er es geschafft hat morgens um halb sechs einem Holländer die Funktionsweise seiner Digicam zu vermitteln...

Der 5. Tag blieb bis auf einen wunderschönen Schuppi gegen 9 Uhr morgens ohne Fisch und um so mehr freuten wir uns auf die Dunkelheit. Die letzte Nacht - „Tonight is the Night“ - Morgen geht's zurück nach Deutschland. Die letzte Nacht blieb aber leider ohne Karpfen, aber oli konnte nach einem hartem Drill gegen Mitternacht einen gut gewachsenen Wels in den Händen halten. Habt ihr schon mal einen Karpfenangler gesehen der während dem Drill mit krummer Rute zum Sternenklaren Himmel schaut und vor sich hin stammelt: “Oh Gott..lass es bitte ein Karpfen sein! “Passt scho ...!! Er freute sich trotzdem über einen strammen Waller! Dies war einer von drei Welsen die während des Trips gefallen an unseren Boilies fanden.

Tja Leute, das Ergebnis von flo und mir konnte sich dafür das es August war wirklich sehen lassen. Wir fingen in 6 Tagen 18 Karpfen und drei Waller. Zwei Karpfen am Tage der Rest. Das wichtigste aber war wir hatten viel Spaß ...! An dieser Stelle möchten wir uns noch bei unserem Kumpel Kirsche bedanken der uns eine echt aufbauende SMS schickte die lautete: “Hallo Leute. 7 Tote bei Unwettern in Frankreich! Wie läuft es bei euch so?“

Do it in the dark ...
Florian Kneer und Oliver Weiss

Team Pfaffenlache

 

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