Es
war ein Wochenende wie jedes andere auch, fast! Denn eigentlich sollte man
Anfang Mai, ein doch recht frühlingshaftes Wetter mit Sonne und angenehmen
Temperaturen erwarten können, eigentlich ! Dieses Jahr war jedenfalls bei
uns am See etwas anders. Wind, Regen und recht kalte Temperaturen waren die
traurige Realität. Tage zuvor noch herrlichstes Wetter, mit einem
traumhaftem Sonnenuntergang. Wie in jedem Jahr, hatte ich mir die erste
Woche im Mai, Urlaub genommen, um die letzten Tage vor Beginn der Raubfisch
Saison und deren Schleppangler zu genießen. Trotz übelstem Wetter,
entschloss ich mich zu füttern. Das war nicht immer unbedingt einfach, denn
bei Regen und Sturm, hatte ich teilweise mehr Futter im Gesicht als im
Wasser. Ich entschloss mich an einer Uferseite zu fischen, die man
eigentlich von Land aus nicht fischen kann, also schleppen wa
Ich rechnete im großen und ganzen eher mit mäßigem Erfolg, da es sich sehr schwierig gestaltete die Ruten überhaupt sicher abzulegen. Da ich ein sehr genauer Angler bin und die Ruten bei mir immer 101% liegen müssen, konnte ich eigentlich nicht zufrieden sein. Ich entschied mich für ein 25lb Stiffrig, das ich mit einem solo Sinker bestückte. Die zweite Rute legte ich mit einem Pop´Up in ein nahe gelegenes Krautfeld. Nach mehreren misslungenen Versuchen lagen die Ruten nun halbwegs wie ich es gerne haben wollte, leider nur halbwegs! Ich hatte mittlerweile auch keine Lust mehr mich mit dem Wind zu streiten und lies die Montagen erst mal so liegen, vom Misserfolg fast schon überzeugt. Jetzt war erst mal Kaffee Time angesagt, Wunden lecken und Klamotten wechseln. Wie es der Teufel so wollte, sollte ich an diesem Abend einmal mehr vom Gegenteil überzeugt werden, das man auch mit ungenau abgelegten Ruten Karpfen catchen kann, als um halb neun, meine linke Rute wie ein abpfiff. Also los, erst mal rein ins Boot und hinsetzen, um nicht noch baden zu gehen, Klamotten Reserven waren nämlich schon ausgeschöpft. Mein lieber Mann, so einen Drill hatte ich schon lange nicht mehr erlebt, ein Wellenritt keiner gleichen. Ich war noch nicht richtig im Boot, war ich schon meterweit abgetrieben und musste erst mal stark gegen rudern und einen Abriss befürchten. Da ich sowieso kein übermäßig guter Schwimmer bin, hatte ich da schon meine Sorgen. Die Mühe lohnte sich aber schnell, als mir ein Mops entgegenkam, den ich so nicht erwartet hatte. Ja, das erste Problem hatte ich gelöst, den Fisch ans Boot zu drillen, nun musste ich den Kerl nur noch keschern und ins Boot hieven. Klingt einfacher als es war, den sobald ich im Boot stand, fing das Teil an zu wackeln wie Oscar! Aber auch dies gelang nach etwas Mühe. Hochmut machte sich breit, denn so einen Mops fängt man auch nicht alle Tage, also etwas ganz besonderes. Normalerweise konnte ich jetzt einpacken und den Rückzug antreten, um dem üblem Wetter aus dem Weg zu gehen, pitschnass war ich ja schon wieder, aber nichts da. Von der Euphorie getrieben, machte ich die Rute wieder startklar und nahm den nächsten Wellenritt in Kauf. Die Nacht wurde richtig ekelig, es wurde eiskalt und regnete unaufhaltsam und dementsprechend hatte ich die ganze Nacht keine Aktion mehr. Na ja, ich hatte ja noch von vor zwei Tagen zu zehren, als ich ein paar Schilfkanten weiter, einen weiteren schönen Spiegler überlisten konnte. Alles in allem ein gelungenes Wochenende und der nächste Trip kommt bestimmt. Hoffentlich mit besserem Wetter. In diesem Sinne, I see you !
Uwe R. |