von Uwe Rothardt

Oktober 2004:
Wiedermal plante ich mit meinem Kumpel Tomy einen Trip an unser Hausgewässer. Das Wetter war die ganzen letzten Tage herbstlich schön, goldener Oktober eben. Und so entschieden wir uns kurzfristig, einen Trip zu wagen. Wir hatten vor, an unserem See vier total unterschiedliche und total unabhängige Stellen zu füttern, um so viel Wasserfläche wie möglich abzudecken. Tomy entschied sich, eine kleine zierliche Bucht mit einer Wassertiefe von ca. 3 m zu befischen. Durch die doch noch warmen Sonnenstrahlen rechnete er sich dort ganz gute Chancen aus. Des weiteren fütterte er eine kleine Sandbank auf ca. 6 m. Meine Wenigkeit entschied sich,  auf der Gegenseite des Sees eine gerade gegensätzliche Variante auszuprobieren. Ich fütterte direkt am Schilfgürtel in einer Wassertiefe von ca. 2 m. Ich war überzeugt, dass die Karpfen an dieser flachen Kante die letzten Runden zogen, um die letzten warmen Strahlen auszunutzen. Die zweite Stelle, für die ich mich entschied, war ein Plato mit einer Tiefe von 1 - 4 m. Dort wimmelte es nur so von Muscheln, man konnte sie an der flachsten Stelle genau sehen, also präsistiniert, um die dicken Jungs zu überlisten.

Wir entschieden uns 4 Tage vorzufüttern. Durch den dort recht hohen Weisfischbestand fütterten wir nur unsere 22 mm Selfmade, bestehend aus einem Forellimix, das wir mit dem C4U Factor X Booster veredelten. Auf Partikel verzichteten wir ganz.  Einzig Fisch-Pellets wurden mit verfüttert. Die Pellets, die wir verwendeten, sind eigentlich zum Wallerfischen gedacht, haben aber schon außergewöhnliche Erfolge auf Karpfen verbucht. Sie sind ca. 25 mm dick und haben eine Auflöszeit von etwa 10 Stunden.  Die ganze Woche über beobachteten wir die Bucht, wir ahnten, dass dort was gehen könnte. Ja, wir waren fast überzeugt davon. Leider war das Wasser sehr trüb und man konnte nicht sehen, ob das Futter gefressen war, aber alles roch nach Carp. Nun gut, der große Tag war da, das Wetter war top und wir waren heiß, endlich ans Wasser zu kommen. Dort angekommen, wurde ich fast vom Blitz getroffen, als ich feststellen musste, dass sich ein Weisfischangler auf dem von uns gefütterten Platz niedergelassen hatte. Sch... dachte ich, muss das unbedingt heute passieren? Aus dem Auto, ab zum Platz, um nach dem Rechten zu sehen. Gott sei Dank, es war ein befreundeter Angler, der mich schon von weitem mit dem Boot auf dem Dach anrauschen sah. Er wusste vom ersten Moment an, dass wir hier fischen wollten und er war gerade beim einpacken. Gerade noch mal gutgegangen, dachte ich mir so im Stillen.

Tomy war nun mittlerweile auch am See angekommen und er konnte es kaum erwarten die Köder auszulegen. Gesagt getan, machten wir uns dran, das Tackle aufzubauen. Der Wettergott war uns immer noch hold und es wurde immer schöner, fast schon sommerlich. Tomy`s Ruten waren zuerst dran, denn durch seine Euphorie getrieben, baute er blitzschnell auf. Meiner einer braucht da immer etwas länger, das Alter halt. Wie man eine Rute ablegt, das wisst Ihr ja hoffentlich alle, deshalb spare ich mir den Part. Nun die Ruten waren draußen,  die Zelte standen wie ne Eins und wir hatten endlich Zeit, uns um die schönen Sachen zu kümmern. Und so entschieden wir uns erst mal mit einem kühlen Weißbier auf den bis jetzt gelungenen Tag anzustoßen. Als wir dann wenig später noch den Grill anschmissen und uns an Tomy`s herrlichen Steaks ergötzten, war der Abend perfekt.

Was soll das eigentlich mit der " Wanda" werdet Ihr euch fragen, dazu später mehr.

4 Stunden und 2 Weizen später, mittlerweile war es 20:00 Uhr und schon dunkel, meldete sich Tomy`s Freundin. Sie hatte ihm einen mobilen DVD-Player besorgt und brachte uns diesen vorbei. Normalerweise halten wir nicht viel von solchen Spielereien am Wasser, aber heute machten wir eine Ausnahme. Als erstes schauten wir einen total langweiligen Schmöker, der uns beide nicht wirklich erfreute. Wir entschieden uns erst mal nen Kumpel zu foppen und mailten Ihm, dass wir Free Willi gefangen haben, ja ja, das Weizen halt.  Mittlerweile hatten wir auch mal was gefangen, sieh an. Eine Brasse war unser Opfer. Wir entschieden uns dafür den Hakenköder etwas zu vergrößern, um nicht noch mehr überflüssige Bootsfahrten machen zu müssen. Wir zogen gleich mal zwei Murmeln auf, die wir zuvor mit dem neuen " The Dominator " von Concept for you behandelten. Nun ja , es wurde sau kalt und so zogen wir uns dann doch lieber wieder in unsere Räumlichkeiten mit Zeltheizung  zurück und knallten uns noch nen Film rein "Coole Jungs". Wer diesen Film kennt, weiß ja, dass dort die "Wanda" vorkommt. Na ja, das wird Euch nicht interessieren, kann ich mir denken. Jedenfalls kam diese gerade im Film vor, als Tomy einen Run bekam.

Total überrascht raus aus dem Zelt, rein ins Boot und ab die Luzie. Und wer sagt’s denn; die Bucht, so ein Zufall. Ca. 120 m bis zur Bucht gepaddelt, immer noch keine Aktion an der Rute. Da ist nichts mehr dran schrie Tomy , so ein Sch.....! Fast schon vor der Verzweiflung - ein kleiner Schlag, ein kleiner Ruck und doch – es war was dran. Tomy wie verrückt: „Da kommt sie, die "dicke Wanda". Ja da kam sie dann auch, ein mächtiger Spiegler kam uns entgegen. Und seit dem Tag schwimmt in unserem See die "dicke Wanda".

Von mir gibt’s mehr im zweiten Teil....

In dem Sinne
Tomy D. / Uwe R.  " C4U "


 

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