Der April war verronnen doch die Karpfen wollten bei mir nicht beißen, denn durch das unbeständige Wetter steigt und fällt der Wasserstand andauernd, so dass die Fische nicht so richtig in Fresslaune kommen. Anfang Mai war es dann so weit, der Wasserstand war einigermaßen konstant, so dass ich meinen geschuppten Freunden nachstellen konnte. Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit, erst heiß, dann kalt und dann wieder heiß, was soll ich sagen; die Fische wollten nicht beißen! Da ich ein hartnäckiger Hund bin probierte ich es immer wieder, trotz unbeständigem Wetter und der extremen Wassertemperatur Schwankung.

Ich blankte 6 Nächte hintereinander, was mir noch mehr Ansporn gab einen Fisch zu fangen, doch die Karpfen verweigerten meinen Köder, denn Weisfische konnte ich fangen. Wir haben schon Mitte Mai, doch ich konnte im Main immer noch keinen Karpfen fangen, was zur Folge hatte, dass ich mir Golfschläger kaufen wollte, um doch noch Erfolg zu haben! Habe ich aber doch nicht gemacht, denn einen Golfball braucht man nicht zu überlisten wie einen Karpfen. Da fehlt der Anreiz! In der Frankfurter Karpfenszene rufen sie mich schon, the blank!

Aber wer zuletzt lacht, lacht am besten dachte ich und ging erneut Fischen. Das Wetter macht was es will, erst war es recht frisch, nun war es wieder sehr warm, was zur Folge hatte, dass die Wassertemperatur sehr stark anstieg. Um es kurz zu machen, ich habe wieder geblankt. Die nächste Session war etwas besser, in der Nacht fing ich 3 Döbel, das war`s! Doch beim zusammenpacken habe ich zwei, drei Robber, ich setze sofort einen Anschlag, doch der Fisch machte kaum Gegenwehr bis kurz vorm Ufer. Plötzlich explodiert mein Gegenüber, so dass ich gerade noch meine Rute festhalten kann. Es wiederholte sich noch viermal, bis der Fisch mir seine Flanke zeigt und ich ihn keschern kann.
 

So, nun habe ich einen Fisch gefangen, doch es war wieder kein Karpfen, es war ein makelloser Graser von über 33,2PF der auf meiner Abharkmatte lag. Ich war fürs erste sehr zu frieden! Nachdem ich den Fisch versorgt hatte, fütterte ich noch etwas nach. Danach machte ich mich auf die Socken Richtung Heimat, denn ich musste arbeiten gehen. Drei Tage später bin ich wieder am Fluss, auf der selben Stelle, die ich die ganze Zeit durch gefüttert habe. Gegen Abend kann ich wieder einen Graser fangen von 28,3PF, dies war der einzige Biss bei dieser Session. Ich fütterte die Stelle weiter, um den Hot Spot für die Fische attraktiv zu halten, außerdem sollte die nächste Session in zwei Tagen sein.

Nachmittags gegen 15 Uhr war ich an meiner vorgefütterten Stelle, ich hatte meine Fallen gerade mal 10 Minuten im Wasser, da pfiff eine meiner Ruten ab. Nach einem kurzen aber sehr harten Drill konnte ich einen Graser von 35,3PF im strömenden Regen fangen. Abends um 22Uhr habe ich erneut einen Biß und ihr könnt es kaum glauben, es ist ein Schuppenkarpfen von 18,2PF. Der Rest der Nacht war ruhig oder besser gesagt, keine Aktion mehr. Morgens um 9Uhr war das Angeln vorbei, da ich wieder zur Arbeit musste. Drei Tage später bin ich wieder vor Ort um den Cypriten nachzustellen. Und ich war wieder erfolgreich, denn nachmittags konnte ein Graser meinen Boilies nicht widerstehen. Es war wieder ein guter Fisch von 35,4PF, außerdem habe ich noch einen Schuppenkarpfen von 25,4PF gefangen.
 

Den Platz halte ich unter Futter, da ich ihn weiter befischen will. Zwei Tage später bin ich wieder an Ort und Stelle und die Götter meinen es weiter gut mit mir. Erst fange ich einen Graser von 18,3PF, der mir viel Mühe machte, weil zu diesem Zeitpunkt gerade ein großes Schiff am Platz vorbei fährt. Die Nacht war sehr ruhig, sodass ich gut schlafen konnte, was für mich gut war, da ich wieder zur Arbeit muss. Morgens kurz vorm zusammenpacken rast die Rolle erneut ab!
 

Der Fisch geht ab, als hätte ihn eine Tarantel gestochen, doch auch ihn kann ich nach ca. 15 Minuten keschern. Die Waage pendelt bei 40,2PF ein, dies war der größte Graser an diesem Hot Spot bis dato. Ich mach ein paar Bilder und fahre mit einem guten Gefühl zur Arbeit, da ich wieder ziemlich erfolgreich war. Und wieder hat es sich bestätigt, dass die Zeit der beste Flavour ist! Da mittlerweile mehrere Angler mitbekommen haben, dass ich auf diesen Platz gut gefangen habe, gebe ich diesen Hot Spot auf. Denn ich füttere nur für mich und nicht für irgendwelche Draufhänger! Leider ist es halt so, dass es Angler gibt, die die Stellen von mir gerne befischen, weil ich immer Vorfüttere. Sie wollen nur ernten nicht säen!
 

In diesem Sinne
Detlef Leither

 

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