Der Tag neigt sich dem Ende zu. Ich sitze, gut versteckt an einem Altarm vom Rhein, unter meinem Schirm mit Seitenteilen. Der Himmel verdunkelt sich immer mehr und der starke Südwestwind bringt ein Unwetter mit sich, das sich bedrohlich vor mir aufbaut. Schei...., warum habe ich bloß mein Frontteil zum Einhängen zu Hause gelassen? Ach ja, unauffällig wollten wir ja sein. Aber egal, die gelben Müllsäcke werden zum Schutz vor Feuchtigkeit über den Schlafsack gelegt. Warum hisse ich eigentlich nicht gleich die Fahne, auf der steht: „Haselhoff ist beim Angeln!?“, so grolle ich noch in mich hinein. Doch mein Gedankengang wird von dem beginnenden Platzregen unterbrochen. Gerade als ich in den Schlafsack kriechen will, kreischt mein Micron um Hilfe.

AAHH ..., natürlich gerade jetzt. Anhieb, yes, es ist ein Großer. Der Fisch zieht langsam aber beständig Schnur von der Rolle. Genau in diesem Moment kommt Leben in meine andere Rute - Vollrun! 

Ich hebe kurz die Rute an, um einen Anhieb zu setzen. Danach lege ich die Rute wieder auf den Rutenhalter und lasse den Fisch einfach laufen. Ich konzentriere mich auf meinen zuerst gehakten Fisch. Nach ein paar Minuten keschere ich einen super Fisch mit 22,9 Kilo. Ich sacke den Fisch sofort ein, in der Hoffnung, dass sein Kollege sich an der anderen Rute noch nicht verabschiedet hat. Das Glück bleibt mir treu. Nach kurzem aber heftigem Drill verschwindet ein Schuppenkarpfen mit 20,2 Kilo in meinem Kescher und der Moment ist perfekt.

 


Es ist mittlerweile 21.30 Uhr und ich habe einen sehr erfolgreichen Angeltag erleben dürfen (sieben Fische).  Obwohl ich weiß, dass die Karpfen an meinem über Wochen aufgebauten Futterplatz aktiv waren, beschließe ich für heute das Angeln zu beenden. Ich begebe mich aufs Boot und füttere ca. eintausend 20 mm Boilies auf eine sehr große Wasserfläche.

Nachts im Schlafsack, jetzt jedoch ohne Mülltüte, kann ich vor Nervosität kaum schlafen. Die Fische waren sehr aktiv (rollten) an meiner Futterstelle. Ich kann kaum den Morgen erwarten, bis ich meine Ruten wieder herausfahre.

Um es kurz zu machen, ich fing in den nächsten Tagen noch jede Menge gute Fische und das an einem großen Gewässer mit einem geringen Fischbestand bei mittlerem bis starkem Angeldruck. Man kann sagen, wir haben das Gewässer förmlich überrollt und wieder einmal mussten Christoph und ich feststellen, dass die richtige Futtertaktik kombiniert mit dem richtigen Angelplatz und einem Boilie, den die Fische absolut lieben, zu Fängen führen kann, die fast schon unvorstellbar sind.

Und davon möchte ich heute hier berichten. Ich werde euch ein paar Futtertaktiken vorstellen, die ich seit Jahren immer wieder erfolgreich anwende. Das Wichtigste bei jeder Futterkampagne ist es, das Gewässer richtig einzuschätzen. Folgende Kriterien spielen hier eine große Rolle. Größe des Gewässers, Fischbestand und natürlich ganz wichtig, was macht die angelnde Konkurrenz. Natürlich sollte man auch ein Augenmerk darauf legen, welche Angelplätze bevorzugt frequentiert werden,  welche Köder benutzt die „Konkurrenz“ usw. An dem oben genannten Altarm präparieren die meisten Angler alle zwei Tage ihren Futterplatz mit ca. zwei bis dreihundert Boilies, um dann nach ein paar Mal füttern dort ihr Glück zu versuchen. Meistens werden über Jahre die selben Angelplätze benutzt, und die meisten Fische dort am Wasser verbinden den einen oder anderen Platz mit Gefahr. Schließlich ist es ja auch nicht normal, dass man immer mal wieder durch die Decke gezogen wird.

Letztendlich ist es sehr wichtig, die örtliche Angelsituation zu kennen, um ein Gefühl für die richtige Platzwahl an den jeweiligen Gewässern zu bekommen. Jetzt beschäftigen wir uns mit den Bodenverhältnissen des jeweiligen Gewässers. Echolot und eine lange Senkstange sind wichtig, um eventuell Bodenproben zu entnehmen. An vielen Gewässern gibt es Regionen, in denen es ein unheimliches Faulschlammaufkommen gibt. Jeder, der dort schon einmal gefischt hat, kann mir mit Sicherheit bestätigen, dass der Köder so riecht, als läge dort ein ertrunkener Karpfenangler. An diesem Altarm beschlossen wir zwei verschiedene Gebiete zu füttern. Beide Flächen waren unserer Meinung nach sehr attraktiv. Beide enthielten mehrere Muschelbänke und diverse Plateaus. Außerdem waren sie vom Ufer her kaum beangelbar, weil die Uferregion sehr verwachsen war. Das Auslegen war eigentlich nur möglich, indem man die Ruten mit dem Boot herausbrachte. Also ideal für eine längere Futterkampagne.

Wir fütterten auf einer großen Wasseroberfläche, ca. zweihundert auf dreihundert Meter, was immerhin mehrere tausend Quadratmeter sind, ca. 2000 bis 3000 Boilies. Man verteilt auf dieser Fläche in Bündeln ca. 10 bis 20 Boilies. Wie bei jeder Futterkampagne muss man darauf achten, dass, je länger die Fische ohne Druck fressen können, umso mehr Vertrauen zu unseren Angelplatz und den Ködern aufgebaut werden kann. Zumindest wird aber der erste Tag oder die erste Nacht nicht geangelt. Es ist ganz wichtig, dass man die Fische zu ihren produktiven Zeiten, in denen sie Nahrung aufnehmen, in Ruhe fressen lässt, um dieses Vertrauen zu bekommen. Wenn man die Möglichkeit hat, die Fläche alle drei Tage über mehrere Wochen mit Ködern zu präparieren, steigen die Erfolgschancen um ein Vielfaches. Diese Methode hat meiner Meinung nach viele Vorteile. Die Fische stoßen sehr schnell auf die Köder. Man erreicht mehr Fische durch die große Wasserfläche, die man füttert. Die Fische können sich nicht vollfressen, wegen der großen Futterfläche. Die Fische bleiben ständig aktiv bei der Nahrungssuche, weil sie spüren, dass noch mehr Futter im Umkreis liegt. Sobald die Fische spüren, dass noch mehr Futter in der Gegend vorhanden ist, nimmt selbstverständlich auch das Konkurrenzverhalten bei der Nahrungsaufnahme zu.

Einen weiteren großen Vorteil sehe ich auch darin, dass die vorsichtigen Karpfen, die eigentlich Angst vor unseren Ködern haben, durch die „dummen“ Fische, die immer und immer wieder auf unsere Köder hereinfallen, wieder Mut und Vertrauen bekommen, die Köder zu fressen. Es sind immer die selben Fische, die zuerst auf das angebotene Futter gehen und da ja erst einmal nichts passiert, fressen alsbald die vorsichtigen Fische auch wieder vertrauensvoll unsere Köder. Die Fische nehmen die Köder bald so selbstverständlich auf als wäre es ein Überangebot an natürlicher Nahrung.

Je länger ein Fisch auf einer großen Fläche in Ruhe unser Futter fressen kann, umso weniger wird er beim späteren Angeln, wenn seine Kameraden gefangen werden, die lauernde Gefahr mit dem Futterplatz oder mit den Ködern in Verbindung bringen. Dieses Vertrauen hält natürlich nicht ewig an. Wenn man eine schöne Serie gefangen hat, und man hat das Gefühl, die Fische werden vorsichtiger, holt man lieber seine Ruten herein und füttert noch einmal nach und lässt die Fische für die produktive Zeit (Tag oder Nacht) in Ruhe.

Ich weiß, dass es einem unwahrscheinlich schwer fällt, wenn die Fische gut am beißen sind, seine Ruten hereinzuholen und für einige Zeit auf dem Bedchair herumzulungern, um zu hoffen, dass die Fische nachher wieder aktiv fressen. Trotzdem  sind die Ruhezeiten äußerst wichtig, um das Vertrauen in die Stelle und Köder so lang wie möglich aufrecht zu erhalten. Nur so, da bin ich überzeugt,  kann man in stark befischten Gewässern noch richtig große Serien fangen.

Ein weiterer großer Vorteil von dieser Methode ist das Angeln selber, denn man braucht eigentlich keine Bojen mehr. Man fährt seine Ruten verteilt in das Gebiet, wo man gefüttert hat, legt zu seinem Hakenköder noch ca. 30 bis 50 Boilies dazu und man kann sich sicher sein, dass die Ruten optimal liegen. Das ist vor allem nachts sehr praktisch. Man hat keine Verhedderungen mit irgendwelchen Bojen, man kann jeder Zeit seine Angelstelle wechseln, je nachdem welche Seite von seinem Futterplatz produktiver ist. Man ist nicht nur auf eine kleine Stelle fixiert. Ich muss zugeben, dass ich diese Methode seit vielen Jahren immer wieder mit großem Erfolg einsetze, vor allem in größeren Seen, an denen ich auch immer wieder gern eine ganze Bucht unter Futter stelle.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass es einige Zeit dauert bis man  ein Gefühl dafür entwickelt, wieviel Köder man ungefähr an den jeweiligen Gewässern füttern sollte, so auch beim Hereinholen der Ruten, um den Fischen eine Ruhephase zu gönnen. Aber wie heißt es so schön, Erfahrung bringt einen weiter. Obwohl ich von dieser Futtertaktik sehr überzeugt bin, ist es einem nicht immer möglich diese Methode anzuwenden. Das kann verschiedene Gründe haben: Es gibt oft keine geeignete große Fläche, bei denen es sich lohnt diesen Aufwand zu betreiben. Das Gewässer steht sowieso so unter Druck, dass jede freie Angelstelle unter Futter steht.

Diese Situation findet man häufig an kleineren Gewässern vor, wenn dort große Fische vorhanden sind. Oft wäre es gar nicht so schwierig, die Fische dort zu fangen, doch leider ist es oft der liebe Mitangler, der einem das Leben schwer macht. Es gibt nichts Schöneres, als an einem Wochentag abends vor seinen liebevoll platzierten Ruten zu sitzen und man sieht der lieben Konkurrenz zu, die mit rauchenden Wurfrohren ihren Angelplatz zu markieren versucht.

Die Erfolge lassen meistens sehr zu wünschen übrig, vor allem wenn man den Aufwand zu den jeweiligen Fängen sieht, ist das Ergebnis schon fast erbärmlich. Starker Angeldruck ist leider meistens sehr schnell zu spüren. Innerhalb von einem Jahr gehen die Fänge bis um 70 Prozent zurück. Nichts schlägt sich schneller auf das Beißverhalten aus als Angeldruck. Meistens wenden fast alle Angler die selbe Futtertaktik an.

Ich kann mich gut an einen Cassien Aufenthalt erinnern, als ich mich morgens an einen noch leeren Südarm platzierte. Im Laufe des Tages füllte sich der See mit Anglern so sehr, dass um mich herum ein Meer voller Bojen platziert wurde. Ich glaube, manche Angler würden noch einen Meter vor dem eigenen Ufer eine Boje setzen, warum nur? Dass sie ihren Angelplatz wieder finden? Na ja, auf jeden Fall musste ich mit ansehen, wie wirklich jeder Angler entweder einen Single Hook Bait benutzte, oder ganz kreativ ein PVA Bag mit Pellets und eine Hand voll Boilies um den Hakenköder platzierte.

Auf meiner Liege liegend überlegte ich mir, um wieviel Bojen der Fisch schwimmen muss, um an meinen Hakenköder zu treffen. Ich glaube, es waren von jeder Seeseite über zehn Bojen. Wenn ich dem Karpfen meine Köder nicht direkt vors Maul geworfen habe, sieht es für meine Chancen einen Fisch zu überlisten, wirklich schlecht aus. Die erste Nacht lief erwartet schlecht, keiner der Angler konnte einen Fisch überlisten.Umziehen war mangels Platzangebot nicht möglich. Also entschied ich mich, in der Dunkelheit sehr konzentriert eine größere Menge Boilies über meinen Angelplatz zu füttern.

Ich hatte noch drei Angeltage vor mir und noch jede Menge Knödel im Zelt herumliegen. Ich fütterte einen Platz von ca. zwanzig Quadratmetern mit einer Futtermenge von ca.10 Kilo Boilies und als Hakenköder benutzte ich auf zwei Ruten Pop-Ups, auf den anderen beiden Ruten entschied ich mich für einen leicht schwebenden Boilie, so dass er ganz langsam absank. Ich wollte mit den ausbalancierten Boilies erreichen, dass ein fressender Karpfen am Futterplatz meinen Hakenköder mit seinen Flossenbewegungen aufwirbelt und so eher darauf aufmerksam wird. Das Ergebnis war hervorragend. Ich fing in den letzten drei Tagen noch dreizehn Fische. Wobei nur eine der beide Montagen hervorragend funktionierte und zwar waren es die Ruten, mit den ausbalancierten Hakenködern.

Wenn man diese Angelsituation reflektiert, wird man feststellen, dass mit Sicherheit die meisten Fische schon auf Single Hook Baits, Pop-Ups und auf kleine Futterkonzentrationen sehr häufig gefangen worden sind. Dadurch entsteht natürlich ein gewisser Dressureffekt. Man darf nicht vergessen, dass Fische wilde Tiere sind und mit Sicherheit ihr natürlicher Instinkt sie davor warnt, immer und immer wieder den gleichen Fehler zu begehen. So bin ich mir sicher, dass eine große Futterkonzentration auf sehr kleinem Raum jeden Karpfen erneut neugierig macht. So versucht er Nahrung aufzunehmen, zumal solch eine große Konzentration an Futter für jeden Fisch eine leicht zu stillende Nährstoffzufuhr bedeutet. Dadurch verliert er erst einmal wieder  die Scheu und die Angst vor den Ködern.

Genauso wie im oberen Fall werden die so genannten Boiliefische wieder zuerst die Köder fressen und die anderen Fische animieren, um erneut ihre Vorsicht vergessen zu lassen. Viele werden sich vielleicht jetzt fragen: Funktioniert diese Methode auch dann, wenn es nur eine Hand voll Fische in dem beangelten Gewässer gibt, und diese schon alles an Montagen, Ködern usw. gesehen haben? Und, was ist, wenn es keine so genannten dummen Boiliefische gibt, die die anderen Fische animieren zu fressen? Diese Situation kommt häufig an Gewässern vor, wo ein geringer Fischbestand vorhanden ist und jede Menge natürliche Nahrung den Fischen zur Verfügung steht. Gerade da, an solchen Gewässern funktioniert diese Methode gut. Meistens werden an diesen Gewässern von den einheimischen Anglern über Wochen oder sogar über Monate diverse Angelstellen mit Futter präpariert. Zum Teil werden ein paar Kilo Boilies pro Platz und Tag angefüttert. Nur beim eigentlichen Angeln benutzt er dann 30 bis 100 Boilies, damit die Fische schnell seinen Hakenköder finden, um so eine möglichst hohe Bissfrequenz zu erhalten.

Mit Sicherheit funktioniert diese Methode auch an den meisten Gewässern hervorragend und ist aus anglerischen und taktischen Gesichtspunkten in vielen Fällen absolut richtig. Jedoch wird der Fisch auch immer in der selben Situation gehakt, in der wenig Futter um den Hakenköder verteilt liegt. Letztendlich wird der Fisch aber nie gehakt, wenn in der Anfütterungsperiode der Angelplatz massiv mit Boilies unter Futter steht. Der Fisch kann zu dieser Zeit immer in Ruhe und ohne gehakt zu werden  Futter aufnehmen. Dadurch entwickelt der Fisch ein Vertrauen zu den großen Futterstellen.

Ich weiß, es ist nicht einfach, wenn man vielleicht nur auf einen Fisch angelt und soll, obwohl man in den letzten Wochen sowieso keine Fischaktivitäten hatte, noch ein paar Kilogramm Boilies auf den Angelplatz werfen, so dass die letzte Hoffnung auf einen Anbiss völlig stirbt. Deshalb versuche ich dann auch immer wieder einen Mittelweg zu wählen. So füttere ich 1000 Boilies alle zwei Tage an und reduziere die Futtermenge am Angeltag auf ca. die Hälfte. Ich bin mir sicher, dass den Fischen die Reduzierung des Futters nicht wirklich auffällt. Trotzdem erhöhe ich dadurch natürlich meine Fangchancen um 50 %.

Ach ja, vor zwei Jahren fing ich mit dieser Futtertaktik in kürzester Zeit 90% des Seebestandes an einem Gewässer, in dem ganze Testanglergruppen sich zum Teil die Klinke in die Hand gaben und ihr Erfolg mehr als mäßig war.Ich stelle immer wieder mit Erstaunen fest, wie festgefahren und monoton viele Angler mit ihren Angelmethoden sind. Sicher bin ich mir bewusst, dass man das Vertrauen in seine Köder und die Taktik, die man sich über Jahre durch Fänge aufgebaut hat, nicht von heute auf morgen über den Haufen wirft. Jedoch muss ich mich manchmal wirklich sehr wundern, mit welcher  Einfallslosigkeit sich manche Angler mit ihrem zu beangelnden Gewässer auseinandersetzen. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die einem oft Großes bringen. Letztes Jahr z. B. beangelten viele Angler ein kleines Gewässer mit einigen sehr großen Fischen darin. Alle, aber wirklich alle benutzten Boilies als Hakenköder,  natürlich in allen verschiedenen Varianten, aber letztendlich ohne Erfolg. So siechten sie monatelang am Gewässer herum, nahmen Tauchkurse usw., alles ohne Erfolg. Sie  blankten und blankten weiter in schöner Regelmäßigkeit. Als ich endlich Ende Mai vier Tage Zeit zum Angeln hatte, entschloss auch ich dort mein Angelglück zu versuchen. Ich wusste, dass in diesem Gewässer so gut wie keine Weißfische leben. Also versuchte ich mein Glück ganz simpel mit Mais. Ja, mit einfachem süßen Dosenmais. Es wurde ein Futterteppich von zehn auf zehn Metern angelegt. Als Hakenköder benutzte ich vier Maiskörner am Haar, leicht aufgepopt und siehe da, 24 Stunden später war der dickste Fisch vom See in meinem Kescher.

Erst nach diesem Fang stellten die meisten Angler auf Partikels um, speziell auf Tigernüsse. Die Erfolge waren nach einer kurzen Futterperiode hervorragend. An diesem Beispiel möchte ich verdeutlichen, wie nah man doch oft an den Fischen dran ist und eine oft nur kleine Veränderungen der Futtertaktik einen sehr großen Erfolg bringen kann. Deshalb würde ich mich immer bemühen, anders zu angeln wie die Konkurrenz. Fischen die Minnis, würde ich Big Balls angeln usw. 

Gibt es denn gar keine Gründe mehr, mit den herkömmlichen Futtermethoden zu angeln? Natürlich, jede Menge. Auch ich füttere heute noch an manchen Gewässern alle zwei Tage ein paar Boilies, um dort dann später mit einer Standard Montage zum Erfolg zu gelangen. Funktioniert an den meisten Gewässern noch ganz gut. Besonders wenn wenig Angeldruck auf dem Gewässer ist. Jedoch kann man so selten wirklich spektakuläre Serien-Fänge erzielen. Natürlich ist der betriebene Aufwand ja auch ein viel geringerer, Trotzdem hoffe ich, dass der eine oder andere mit meinem Geschreibsel etwas für seine Angeln benutzen kann.

All the Best,
Oliver Haselhoff
www.Oliver-Haselhoff.de