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Seit
knapp drei Jahren betreue ich beim Kosmos Verlag die Angelbücher. Ja, es
ist ein Traumjob Bücher zu betreuen, übe r
das eigene leidenschaftliche Hobby. Irgendwann lernte ich durch diesen
Beruf auch Andreas kennen, der ja inzwischen vier Bücher bei Kosmos
veröffentlicht hat und natürlich sprachen wir schon bald über unsere
Leidenschaft das Karpfenangeln. Wir nahmen uns vor irgendwann einmal
gemeinsam eine Session zu starten. Es dauerte dann zwar eine Weile aber
im September 2004 war es endlich so weit.
Los geht’s
Am 12.September ging es los. Fünf Tage hatten wir Zeit, an denen wir
angeln wollte und schon ein paar Dias für das neue Karpfenbuch auswählen
wollten. Eine ziemlich lange Autofahrt durch Deutschland lag vor mir,
aber der Staugott meinte es gut mit mir. So kam ich dann gegen
Nachmittag bei Andreas an. Sein Auto war auch bereits gepackt und wir
machten uns auf den Weg.
Das
Gewässer war eine kleinere Kiesgrube, die schon eine Weile nicht mehr
besetzt worden ist und daher über einen dünnen Bestand gut abgewachsener
Karpfen verfügt. Andreas führte mich um das gesamte Gewässer und
erklärte mir die Vor- und Nachteile jeder Angelstelle.
Selbstverständlich entschied ich mich für die Angelstelle, die Andreas
am meisten gelobt hatte. Mit dem Auto darf man nicht um das Gewässer
fahren und Boote sind verboten. Leider war die ausgewählte Angelstelle
wohl die, die vom Parkplatz am weitesten entfernt war. Also begannen wir
die große Schlepperei. Mein Gott war ich froh, als endlich alles
aufgebaut war. Andreas fischte rechts, ich links. Er erklärte noch die
ungefähren Bodenverhältnisse und dann legten wir los.
Ich
befischte ein Plateau, welches ungefähr auf 7 Metern lag. Eine Rute
fischte ich mit „garlic-fish“, die andere mit „red-birdy“ beides Boilies
der Firma „natural carpbaits“ (www.natural-carpbaits.de). Da wir ja bei
unseren Boilies auf die Verwendung von Flavour gänzlich verzichten,
versuchen wir die Köder auf andere Art und Weise attraktiv zu machen.
Gerade beim Produkt „garlic-fish“ ist dies ganz besonders gut gelungen.
Dieser Boilie beruht sowieso schon auf einer sehr fischmehlhaltigen
Basis, wurde aber durch die Zugabe von frischem Knoblauch, der durch die
Presse gedrückt wird zu einem echten Stinker. Gleich in der ersten Nacht
meldete sich mein Bissanzeiger zu Wort. „Garlic-fish“ hatte
zugeschlagen. Ich konnte einen Spiegler mit knapp über 28 Pfund landen.
Er hatte eine Rückgradverkrümmung, welcher er auch seinen Namen
verdankt. Kaum hatte Andreas den Fisch gesehen rief er aus: „Oh das ist
Krüppel, der wird hier öfter gefangen.“ Gegen Mittag konnte ich dann
noch einen etwas kleineren Schuppi fangen, danach beruhigte sich das
große Beißen. - Andreas beschloss zu Füttern.
Jetzt
durfte ich wirklich etwas erleben. Inzwischen war auch Ronny für einen
kurzen Besuch am See und gemeinsam mit Andreas baute er einen
gigantischen selbstkonstruierten Katapult auf. Zu dritt formten wir dann
einen großen Haufen Grundfutterballen, die dann noch für die neue „Dream
Zone“ fotografiert wurden. Abwechselnd schossen wir die Futterballen auf
die Angelplätze. Es war schon absolut beeindruckend, wie weit man mit
dieser Maschine Grundfutter durch die Luft befördern kann. Allerdings
musste ich nach dieser Anstrengung erst einmal bei einem Bierchen und
einer Zigarette Erholung tanken.
Das Buch
Leider blieben die Bisse bis auf Weiteres aus. Wir vertrieben uns
die Zeit mit verschiedenen Thesen über das Angeln und einer kleinen
Bildauswahl für das neue Buch. Dieses neue Buch kann ich euch nur
empfehlen. Es sind zwar sicher wieder einige Thesen im Text, die nicht
jeder befürworten wird, aber Andreas war ja schließlich noch nie jemand,
der ein Blatt vor den Mund nimmt. Vor allem die Kapitel über die
Unterwasserwelt und über das Fotografieren sind wirklich absolutes
Neuland, die für jeden von uns Wissenswertes enthalten. Außerdem ist das
Buch mit einer großen Anzahl fantastischer Bilder ausgestattet und
jeder, der die Dia-Shows von Magic-Slide kennt, weiß welche Qualität
Dias von Andreas Janitzki haben. Das Buch mit dem Titel: „Das KosmosBuch
Karpfen“ ist ab 02. Februar im Buch- und Fachhandel erhältlich, aber
natürlich über Achim auch beim Carp Mirror zu bestellen.
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Ich hatte viel Spaß dabei, Andreas beim Angeln zu beobachten: Die
absolute Präzision, mit welcher er seine Montagen an den Angelplatz
beförderte, beeindruckte mich am meisten. Da bin ich meist doch etwas
oberflächlicher, aber dafür bin ich ja noch lernfähig. Das Wetter war
sehr wechselhaft und einmal musste ich sogar mit aller Kraft Andreas
Zelt vorm Wegfliegen retten, als er gerade nicht am Platz war. Dafür
konnten wir fast täglich beeindruckende Sonnenuntergänge beobachten.
Plötzlich war tatsächlich der letzte Tag angebrochen. Am späten
Vormittag begannen wir zu packen. Ganz zum Schluss waren die Ruten dran.
Die Bissanzeiger waren schon abgeschraubt und Andreas rief zu mir rüber:
„So auf den letzten Drücker habe ich auch schon lange Keinen mehr fangen
können“. Ich wollte das gleiche gerade aus meiner Sicht bestätigen, als
plötzlich Schnur ablief. „Geschichten die das Leben schreibt.“ Ich
schlug an und hatte Kontakt. Andreas platzierte sich mit Kescher am Ufer
und nach einigen Minuten konnten wir zum Abschluss der Session noch das
Sahnehäubchen landen. Ein wunderschöner Schuppi von 34 Pfund versüßte
uns das Packen.
Fazit
Es waren fünf sehr schöne Tage, die mich eine ganze Menge lernen
ließen. Es ist schon beeindruckend zu sehen, mit welcher absoluten
Einstellung Andreas sein Hobby auslebt. Nur eine Frage blieb natürlich:
Warum konnte ich Fangen und Andreas nicht? Vielleicht lag es daran, dass
ich natürlich mit unseren Boilies von natural carpbaits fischte, aber
wahrscheinlicher ist wohl, dass Andreas seinen Gästen einfach die
besseren Plätze gibt.
Ben Boden
cipro.de
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